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16.02.1996 - 

France Telecom und Deutsche Telekom investieren in Sprint

TK-Allianz Global One startet trotz ausstehender EU-Freigabe

Seit dem 31. Januar 1996 ist Global One durch die Unterschriften von Ron Sommer, Chef der Deutschen Telekom, Michel Bon, CEO der France Telecom, und William Esrey, President von Sprint Corp., formell gegruendet. Fuer die beiden europaeischen Partner werden die in dem Gemeinschaftsunternehmen konzentrierten internationalen Aktivitaeten zu einem milliardenschweren Risiko. Beide investieren parallel zum Global-One-Start rund drei Milliarden Dollar in Sprint und erhalten dafuer jeweils 7,5 Prozent der Aktien.

Noch im ersten Halbjahr 1996, sobald Sprint sein Mobilfunkgeschaeft ausgegliedert und damit Auflagen nach dem US-Kartellrecht erfuellt hat, stocken beide Carrier ihren Anteil auf zehn Prozent auf. Inklusive des Aufbaus der neuen Tochter werden sich die Investitionen auf rund 4,2 Milliarden Dollar summieren, so die Einschaetzung von Bon. France Telecom und die Deutsche Telekom lassen sich mit diesen enormen Summen auf ein Vabanquespiel ein: Die endgueltige Zusage der EU-Kommission steht noch aus. "Die EU hat allerdings die Genehmigung signalisiert", versucht Sommer den fruehzeitigen Start zu rechtfertigen.

Global One wird laut dem Telekom-Chef mit rund 2500 Mitarbeitern ein eigenstaendiges Serviceangebot machen. Das Unternehmen adressiert zunaechst multinationale Konzerne mit Sprach- und Datendiensten, will aber auch Einzelpersonen und mittelstaendischen Firmen unter anderem eine Calling-Card offerieren. Ausgenommen aus dem Portfolio ist allerdings zunaechst der Datex-P-Dienst der Deutschen Telekom, der aufgrund wettbewerbsrechtlicher Auflagen der EU-Kommission erst spaeter in Global One einfliessen darf. Ebenso wird das Unternehmen weder in den USA noch in Europa Mobilfunkangebote unterbreiten.

In Nordamerika, Europa und Asien will Global One von den Hauptsitzen in Bruessel und Reston bei Washington aus noch im ersten Geschaeftsjahr einen Umsatz von 800 Millionen Dollar erwirtschaften. Im Jahr 2000, so die eigene Prognose, sollen mehr als fuenf Milliarden Dollar eingenommen werden. Um den asiatischen Markt bedienen zu koennen, sind die drei Carrier auf der Suche nach einem weiteren Investor aus Fernost. Konkrete Hinweise mochten die drei Manager allerdings nicht geben. "Ein asiatischer Partner ist jederzeit willkommen", meinte France-Telecom-Chef Bon lediglich.