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12.02.2007

TK-Ausrüster streichen massiv Stellen

Neben Nortel verschärft insbesondere Alcatel-Lucent seinen Sparkurs.

Die Fusion zum weltweit größten TK-Ausrüster bereitet Alcatel-Lucent offenbar größere Probleme als erwartet. Konzernchefin Patricia Russo führt die damit verbundenen Schwierigkeiten zumindest als wichtigsten Grund an, weshalb das französisch-amerikanische Unternehmen auf ein schlecht verlaufenes viertes Quartal zurückblickt.

12500 Stellen weniger

Der Umsatz brach gegenüber den zusammengerechneten Zahlen der beiden Unternehmen im Vorjahr um 16 Prozent auf 4,42 Milliarden Euro ein. Dabei fiel ein laut Russo "enttäuschender" Nettoverlust von 618 Millionen Euro an. Statt 9000 Stellen will der Konzern nun binnen der nächsten drei Jahre 12500 Arbeitsplätze streichen. Waren zuvor Einsparungen von 1,4 Milliarden Euro angepeilt worden, so sind es nun 1,7 Milliarden. Welche Länder dieser Sparkurs in welchem Ausmaß treffen wird, ist noch nicht bekannt. Alcatel-Lucent beschäftigt etwa 79000 Mitarbeiter in 130 Ländern, knapp 5000 davon arbeiten in Deutschland.

Auch Nortel Networks will 2900 Mitarbeiter entlassen und weitere 1000 Arbeitsplätze in Billiglohnländer verlagern. Das so erreichbare Einsparpotenzial beziffert der kanadische TK-Ausrüster auf jährlich 400 Millionen Dollar. Das Geschäftsmodell der Firma erfordere "eine signifikante Senkung der Gemein- und Verwaltungskosten", erklärte Nortel. 70 Prozent der Entlassungen und 40 Prozent der Versetzungen sollen noch in diesem Jahr erfolgen. Die damit verbundenen Kosten schätzt das Unternehmen auf bis zu 390 Millionen Dollar, von denen drei Viertel in diesem Jahr verbucht werden sollen. Das Unternehmen will außerdem seine Liegenschaften verringern und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf "wettbewerbsfähige" 15 Prozent vom Gesamtumsatz absenken. (ue/tc)