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10.08.1990 - 

Studie der Uni Köln: Verkehrslage am wichtigsten

TK-Einrichtungen allein machen noch keinen Firmenstandort aus

KÖLN (vwd) - Ob Telekommunikations-Einrichtungen verfügbar sind oder nicht, ist lediglich ein begleitendes Kriterium der Standortwahl von Software-Unternehmen. Es dominieren die klassischen Kriterien, allen voran die Verkehrsanbindung. Zu diesem Schluß kommt eine Arbeit der Wirtschafts- und Sozialgeographin Mechthild Scholl von der Universität Köln.

Damit stellt Scholl eine gängige regionalwissenschaftliche These in Frage, nach der IuK-Techniken die Wahl von Unternehmensstandorten tendenziell von deren zentraler Lage unabhängig machen. Vielmehr, so Scholls Folgerung, sei der Faktor TK-Verfügbarkeit im Zusammenhang mit anderen Standortfaktoren wie Verkehrslage oder Hochschulnähe zu bewerten

In der Softwarebranche unterstützt die TK-Nutzung nach Scholls Erkenntnis den Trend zur "Dekonzentration": Überfüllte Innenstädte würden als Firmensitze gemieden. Gleichwohl achteten die Softwerker bei ihrer Standortauswahl nach wie vor auf eine günstige Verkehrslage, um Kundengespräche nicht zu erschweren. Zehn Prozent der von Scholl befragten Softwarehäuser gaben an, ein wichtiger Standortfaktor sei die Nähe zu einer Hochschule. Als Gründe wurden das bessere Angebot am Arbeitsmarkt und die Nähe zu neuesten Forschungsergebnissen genannt.

Allerdings konzediert die Autorin Unterschiede in den Teilbranchen des Dienstleistungsbereiches: Bei Versicherungen etwa erhielten die Filialen durch die Kommunikationstechnik mehr Gewicht; ihre Aufgaben würden ausgeweitet. Darüber hinaus verlagerten sich Aufgabenteile auf die Außendienstmitarbeiter, die Laptops nutzten. Im Bankenbereich böten die IuK-Techniken die Chance, Konzentrationstendenzen, etwa der Schließung unrentabler Zweigstellen, entgegenzuwirken: TK-Nutzer unter den Filialen könnten mit reduziertem Personal weiterarbeiten.