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24.08.1990 - 

Frost & Sullivan-Studie sieht Systemanbieter unter Druck

TK-Liberalisierung verschärft Wettbewerb im Finanzwesen

LONDON (CW) - Die Auswirkung der TK-Liberalisierung auf das Finanzwesen haben die Marktforscher von Frost & Sullivan in ihrer jüngsten Studie näher unter die Lupe genommen. Ergebnis: Mehr Wettbewerb ist gleichbedeutend mit mehr Konkurrenz unter den Geldinstituten.

In der Studie mit dem Titel "The European Market for Banking/Finance Information Communications" kommen die Analysten zu dem Resultat, daß die fortschreitende Liberalisierung der Telekommunikation in Europa unter Banken und Finanzinstituten ein Klima der Unsicherheit und zunehmenden Konkurrenz erzeugt. Grund: Die Fortschritte im Bereich der Wide Area und Local Area Networks sowie der Value Added Services haben einen Markt generiert, der für das Dienstleistungsangebot der Geldwirtschaft neue Maßstäbe setzt.

Unter Druck geraten deshalb insbesondere die Anbieter von Kommunikationssystemen, von denen die Finanzinstitute zunehmend fertige Lösungen im Bereich der Organisation fordern. Bisher, so die Studie, hätten die Vertriebsbeauftragten dem "Modus operandi" der Banken zuwenig Aufmerksamkeit geschenkt. In der Studie heißt es weiter: "Ein neues Produkt muß man an die Banken aber nach deren Erfordernissen verkaufen. Wichtigste Kriterien sind dabei die Senkung der Kosten sowie die Vergrößerung des Kundenkreises und des Marktanteils." Diese Ziele könnten aber nur unter Berücksichtigung der neuen Situation am TK-Markt erreicht werden.

Die Forscher prognostizieren daher bis 1995 einen gewaltigen Boom für Electronic Data Interchange, das im Laufe des vergangenen Jahres im Bankwesen aus seinem Dornröschenschlaf erwacht ist. Auf dem Sektor der Finanzdienstleistung habe man jetzt erkannt, daß EDI eingeführt werden müsse, soll ein unternehmensweiter Kundendienst angeboten und das Geschäft nicht anderen Branchen überlassen werden.

Immerhin sagt das Unternehmen für das Finanzwesen in Europa eine Verdoppelung der Ausgaben für Einrichtungen zur Datenkommunikation von 1989 bis 1995 von 1,081 Milliarden auf 2,745 Milliarden Dollar voraus. Ein starkes Wachstum werden dabei weiterhin LANs verzeichnen, die ihren Anteil in der genannten Zeitspanne von 12 auf 19 Prozent steigern werden. Spitzenreiter bei den LAN-Installationen bleibt Großbritannien, die nach vorn drängenden Technologien werden der 16 Mbit/s-Token-Ring und FDDI sein. Dabei stellen LANs im Filialbankgeschäft einen wichtigen Wachstumsfaktor dar, weil Programme zur Automatisierung des Schalterdienstes immer mehr zunehmen. Weiterhin Spitzenreiter bei den Produkten zur Datenkommunikation im Finanzwesen bleibt das Modern mit derzeit 47 Prozent Marktanteil. Obwohl die Ausgaben bis 1995 von 504 auf 650 Millionen Dollar klettern sollen, ist die Tendenz bei Modems rückläufig.

Weiterhin im Aufwind ist dagegen die X.25-Paketvermittlung, die trotz sinkender Preise bis Mitte der 90er Jahre einen Wert von 633 Millionen Dollar erzielen könnte. Schließlich prophezeien die Marktforscher den Multiplexern durch die zunehmende Installation von 34 Mbit/s-E3-Wählleitungen einen gewaltigen Vormarsch. Ihr Anteil soll bis 1995 von 284 auf 944 Millionen Dollar wachsen.