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03.07.1998 - 

Gerüchte über Verhandlungen mit dem englischen Carrier

TK-Primus AT&T hat TCI im Netz und British Telecom an der Angel

Bislang fehlte AT&T eine Antwort auf die Frage, wie man auf die neuen TK-Freiheiten reagieren und sich Zugang zum Markt für Ortsgespräche verschaffen wer- de. Mit einem Handstreich ließ Michael Armstrong, Chef des Carriers, die Kritiker nun verstummen. Summa summarum mehr als 68 Milliarden Dollar zahlt AT&T per Aktientausch für TCI und sein Kabel-TV-Netz sowie die Beteiligung an Home.

Für das Kernunternehmen TCI entrichtet AT&T 31,8 Milliarden Dollar. Weitere elf Milliarden Dollar fallen für TCI-Schulden an. 5,5 Milliarden Dollar kostet die Beteiligung an Home. Schließlich muß AT&T noch 20 Milliarden Dollar für die Liberty Media Group, TCIs Programmierschmiede, berappen. Letztere wird nicht von AT&T übernommen, sondern bleibt ein separat geführtes Unternehmen.

Ist der Merger vollzogen, wird die AT&T-Abteilung Consumer Services Zugang zu 33 Millionen US-Haushalten haben. Zudem verfügt sie über 40 Prozent der Anteile an Home, das derzeit zwar lediglich 100000 Abonnenten zählt, dessen Verträge mit Kabelnetzbetreibern aber eine potentielle Kundenbasis von 50 Millionen Haushalten umfassen.

Börsianer mißtrauen dem Merger

Außerdem ist Home mit seinem Hochgeschwindigkeits-Internet-Zugang derzeit ein Liebling der Börsianer, die dem Unternehmen eine aussichtsreiche Position gegenüber anderen Internet-Service-Providern einräumen.

Vom Optimismus der Anleger gegenüber Home konnte AT&T allerdings zunächst nicht profitieren. Die Carrier-Aktie fiel in den letzten Tagen, obwohl CEO Armstrong der Öffentlichkeit unter anderem umfangreiche und einfache Einkaufsmöglichkeiten via Internet versprach.

Auch die Reaktion der US-Kartellbehörde Federal Communications Commission rechtfertigte keineswegs die Zurückhaltung der Wall Street, denn deren Chairman William Kennard kündigte zwar Untersuchungen an, bezeichnete den Merger aber als "denkbar". Allenfalls weitere Investitionskosten für das TCI-Netz und der Bruch mit der bislang konservativen Akquisitionspolitik A&Ts könnte die Aktienspekulanten abschrecken.

Auch auf internationalem Parket kommt AT&T angeblich in Tritt. Wie die Londoner "The Times" berichtete, befinden sich die Verhandlungen zwischen AT&T und British Telecom (BT) über eine Allianz im fortgeschrittenen Stadium. Zwar hat AT&T mit dem Unisource-Bündnis bereits einige kleinere europäische Partner, es fehlt jedoch noch ein mächtiger Weggefährte. BT ist seit dem geplatzen Merger mit MCI auf der Suche nach einer internationalen Beteiligung.