Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

06.10.2000 - 

David liest Faxe am Telefon vor

Tobit bringt OCR-Server für Unified Messaging

MÜNCHEN (CW) - Die Tobit Software AG, Anbieter von Unified-Messaging-Systemen, hat die Verfügbarkeit eines neuen Servers zur optischen Zeichenerkennung (Optical Character Recognition = OCR) mitgeteilt. Damit können E-Mail-Texte akustisch über das Telefon ausgegeben werden. Das Produkt basiert auf der ebenfalls neu vorgestellten "David Information Server Engine" (DvISE) die auch die Integration mit Microsofts "Exchange" ermöglicht.

Der "OCR Server" erzeugt nach Herstellerangaben für die Server-basierten Faxdienste der Produkte "David" und "David Professional" automatisch Ascii-Texte von eingehenden Faxen. Die Texte werden dem Fax in einer Kommentardatei angehängt und stehen zur weiteren Verarbeitung bereit. So lassen sich Textpassagen herauskopieren und in Textverarbeitungsprogrammme einsetzen oder für E-Mails verwenden. Der Empfänger kann darüber hinaus per Telefon auf die eingegangenen Faxe zugreifen. Dabei werden Texte aus Kommentardateien von Faxen oder auch aus E-Mails mit synthetischer Sprache am Telefon vorgelesen. Diesen so genannten Phone-Access bieten die Tobit-Produkte David und David Professional ab Version 6.5, deren Verfügbarkeit zeitgleich mit dem OCR-Server angekündigt wurde.

Mit dem neuen Release wird die Architektur des Unified-Messaging-Systems für die Kommunikation via E-Mail, Fax, Telefon und SMS laut Anbieter dahingehend modifiziert, dass sie zwischen leitungsvermittelter und paketbasierter Kommunikation unterscheidet. E-Mails werden nicht mehr über die als Ports verwalteten CSS-Leitungen transportiert, sondern über die Packet Switched Services (PSS). Diese können beispielsweise für Fax over IP, Voice over IP oder GPRS-Verbindungen genutzt werden.

Entlastung durch die neu gestaltete Architektur verspricht Tobit vor allem den Administratoren in den Unternehmen. Die relevanten Dienste des Systems werden von einem neuen Installations-Wizard während der Installation erklärt und je nach Anforderungen eingerichtet oder deaktiviert. Fehlerhafte Konfigurationen, in der Vergangenheit häufiges Ärgernis für David-Anwender, sollen so gar nicht erst entstehen. Besonderes Gewicht hat Tobit bei dem neuen Release auf die Anbindung an andere Kommunikationssysteme gelegt. Die "Server/Server Connectors" (SSC) der DvISE lösen die bisherigen Konnektoren und Gateways ab. Sie dienen der Integration von David mit Exchange, "Lotus Notes/Domino" und "Novell Groupwise". Dabei sollen sowohl Circuit-Switched-Services als auch unterschiedliche Access- und Publishing-Dienste wie etwa WAP- und Phone-Access zur Verfügung gestellt werden.

Am augenfälligsten für den Endanwender sind wohl die Änderungen an der Oberfläche des Systems, die dem Windows-Standard angepasst und übersichtlicher gestaltet wurde.

David-Professional-Startpakete sind für fünf, 25 oder 50 User erhältlich. Das kleinste Paket kostet knapp 4300 Mark, eine Erweiterung für fünf User schlägt mit etwa 1000 Mark zu Buche.

Abb: Der Connector macht''s möglich: Unified Messaging mit David Professional und MS Exchange. Quelle: Tobit