Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

12.06.2008

Toll-Collect-Streit ab nächste Woche vor Schiedsgericht - Welt

12.06.2008
BERLIN (Dow Jones)--Im Streit um den verspäteten Start des Mautsystems in Deutschland treffen sich der Bund, die Deutsche Telekom AG und die Daimler AG in der nächsten Woche zum ersten Mal vor einem Schiedsgericht. Das erfuhr die Zeitung "Die Welt" (Donnerstagsausgabe) aus dem Kreis der Prozessbeteiligten. Der genaue Tag und Ort der Anhörung werde jedoch geheim gehalten.

BERLIN (Dow Jones)--Im Streit um den verspäteten Start des Mautsystems in Deutschland treffen sich der Bund, die Deutsche Telekom AG und die Daimler AG in der nächsten Woche zum ersten Mal vor einem Schiedsgericht. Das erfuhr die Zeitung "Die Welt" (Donnerstagsausgabe) aus dem Kreis der Prozessbeteiligten. Der genaue Tag und Ort der Anhörung werde jedoch geheim gehalten.

Der Bund verlangt von den Toll-Collect-Gesellschaftern 5,1 Mrd EUR Schadensersatz und Vertragsstrafe. Die Deutsche Telekom und Daimler sind zu jeweils 45% an dem Maut-Konsortium beteiligt, die übrigen 10% hält der französische Mautbetreiber Cofiroute, der jedoch vertraglich nur mit maximal 70 Mio EUR haftet.

Aus Kreisen der Verfahrensbeteiligten erfuhr die Zeitung, als Kompromiss vorstellbar sei eine Zahlung von 1 Mrd bis 2 Mrd EUR. Beide DAX-Konzerne sollen bislang keine Rückstellungen gebildet haben, die über die Kosten des Rechtsstreits hinausgehen. Ein Telekom-Sprecher hat das der Zeitung laut Bericht bestätigt.

Den Termin selbst wollte ein weiterer Telekom-Sprecher Dow Jones Newswires auf Anfrage nicht bestätigen. Für Anfang des Sommers sei eine Anhörung vor dem Schiedsgericht geplant gewesen. Näher wollte er sich nicht äußern, weil es sich um ein laufendes Verfahren handele. Ein Daimler-Sprecher wiederholte, dass die Forderungen aus Sicht des Stuttgarter Konzerns unbegründet sind, wollte sich aber zu Details und Zeitrahmen des juristischen Verfahrens nicht äußern.

Das Verfahren soll einen Schlussstrich unter den missglückten Start des Mautsystems vor fünf Jahren ziehen. Technische Pannen und Lieferschwierigkeiten verzögerten das Projekt um 16 Monate.

Webseite: http://www.welt.de/ DJG/rio

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.