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05.11.1999 - 

Gore verklagt Peoplesoft und Deloitte

Tools für das Personal-Management waren nicht wasserdicht implementiert

MÜNCHEN (CW) - Das amerikanische Textilunternehmen W.L. Gore & Associates ("Goretex") hat einen Prozeß gegen die Firmen Peoplesoft und Deloitte & Touche angestrengt. Der Hintergrund: Die von Peoplesoft gelieferte Personalverwaltungssoftware konnte von Deloitte trotz markiger Versprechen nicht fehlerfrei eingerichtet werden.

Mehr als drei Millionen Dollar hat Gore angeblich an Deloitte bezahlt, damit die Human-Resources-Software zur Personalverwaltung installiert wird. Die Berater kamen auf Empfehlung von Peoplesoft ins Haus und waren ausgewiesene Experten - allerdings mußten sie nach Angaben von Gore wiederholt die Kunden-Hotline von Peoplesoft anrufen, um das System überhaupt zu starten. Als die Software endlich in Betrieb ging, herrschte nach Angaben des Klägers Chaos im Unternehmen, denn Urlaubstage der rund 6100 Angestellten konnten nicht verbucht und Gehälter nicht überwiesen werden.

In den Vertragsverhandlungen war Deloitte von etwas mehr als einer Million Dollar Implementierungskosten für die "leicht zu installierende Software" ausgegangen. "Leere Versprechungen", wie es der Textilkonzern in der Anklageschrift formulierte. Nach Aussage des Rechtsberaters von Gore, Jay Eisenhofer, kamen zu den drei Millionen Dollar noch die Kosten für die Anschaffung der Software hinzu. Darüber hinaus habe das Unternehmen neue Berater einstellen müssen, um die Programme erneut zu installieren. Insgesamt beläuft sich der Streitwert auf mehr als zehn Millionen Dollar. An der Software gebe es laut Eisenhofer an sich nichts auszusetzen, aber das partnerschaftliche Verhältnis der Firmen sei stark getrübt.