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10.03.2010

TOP DE: Axel Springer verzeichnet Umsatz- und Ergebnisrückgang

Von Matthias Karpstein und Archibald Preuschat DOW JONES NEWSWIRES

Von Matthias Karpstein und Archibald Preuschat DOW JONES NEWSWIRES

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der Medienkonzern Axel Springer hat 2009 im Vergleich zum Rekordjahr 2008 Rückgänge bei Umsatz und Ergebnis verzeichnet, dank der positiven Entwicklung seiner digitalen Medien fiel der Umsatzrückgang aber niedriger aus als von Analysten erwartet. Der Konzernumsatz sank um 4,3% auf 2,61 (2,73) Mrd EUR, einer LBBW-Studie zufolge hatte der Analystenkonsens einen Umsatzrückgang um 4,9% erwartet.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf 333,7 (486) Mio EUR zurück, wie der SDAX-Konzern mit Sitz in Berlin am Mittwoch mitteilte. Damit lag Axel Springer unter den Erwartungen der LBBW-Analysten, die ein EBITDA von 338 Mio EUR prognostiziert hatten. Belastet wurde das EBITDA 2009 durch 74,9 Mio EUR Restrukturierungskosten, im Vorjahr fiel die Restrukturierungsbelastung mit 29,2 Mio EUR niedriger aus.

Vor allem die Flaute im Auslandsgeschäft ließ den bereinigten Konzerngewinn im abgelaufenen Jahr auf 152,6 (254) Mio EUR schmelzen. Das Ergebnis je Aktie schrumpfte auf 10,19 (18,54) EUR. Die Aktionäre sollen für 2009 erneut eine Dividende je Anteilsschein von 4,40 EUR erhalten.

Überraschend kamen die Rückgänge nicht, denn die Konzernführung hatte bereits im November angekündigt, der Berliner Medienkonzern werde beim Umsatz im einstelligen Prozentbereich unter den 2,73 Mrd EUR des Vorjahres bleiben und beim EBITDA den Vorjahreswert von 486 Mio EUR gar im zweistelligen Prozentbereich unterbieten.

Für 2010 rechnet Vorstandsvorsitzender Mathias Döpfner mit stabilen oder leicht steigenden Umsätzen, vor allem aufgrund des Wachstums im digitalen Bereich. Das EBITDA will er dabei um rund 10% steigern, überwiegend durch operative Verbesserungen und einen weiteren Sparkurs in allen Konzernbereichen. Döpfner bestätigte damit Aussagen vom November, als er ein EBITDA-Wachstum im zweistelligen Prozentbereich angekündigt hatte.

Der Ausblick auf 2010 stimme zuversichtlich, hieß es von den Analysten der Commerzbank. An der Börse wurden die Jahreszahlen positiv aufgenommen. Gegen 14.33 Uhr lagen die Anteilsscheine bei 86,63 EUR rund 1,7% über dem Vortagsschlusskurs. Der SDAX lag zur gleichen Zeit 0,23% im Plus.

Axel Springer ist zwar weiterhin am Einstieg bei Fernsehsendern interessiert, den Nachrichtensender N24 wolle man allerdings nicht von ProSiebenSat.1 übernehmen. "Wir haben die Bedingungen abgeklopft, aber sie waren nicht überzeugend", sagte Döpfner am Mittwoch in Berlin. Zuletzt hatte ProSiebenSat.1 mitgeteilt, dass alle Optionen für N24 offen seien, auch ein Verkauf.

Vor einigen Jahren war Springer an einer Übernahme von ProSiebenSat.1 interessiert gewesen. Die Akquisition scheiterte seinerzeit jedoch an Bedenken von Kartellbehörden. Seitdem untersuche der Konzern jede Möglichkeit zum Kauf eines Senders, fügte der Manager hinzu.

Webseiten: www.axelspringer.de www.prosiebensat1.com - Von Matthias Karpstein und Archibald Preuschat, Dow Jones Newswires, +49 89 55214030, matthias.karpstein@dowjones.com DJG/mak/apr/kla

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Dow Jones Newswires

March 10, 2010 12:00 ET (17:00 GMT)