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09.08.2011

TOP DE: Leoni sorgt sich kurzfristig nicht um Automobilkonjunktur

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

Von Nico Schmidt DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Automobilzulieferer Leoni sorgt sich angesichts der wirtschaftlichen Unsicherheiten infolge der Staatsschuldenkrise zumindest kurzfristig nicht um die Branchenkonjunktur. Die Auftragslage sei gut, aktuell herrsche eine positive Stimmung auf den Zielmärkten, sagte Vorstandsvorsitzender Klaus Probst am Dienstag in einer Telefonkonferenz. Was 2012 geschehen werde, könne man aktuell allerdings noch nicht voraussagen.

Das eigene Wachstum sei durch zahlreiche Folgeaufträge gesichert, so der Manager des fränkischen Kabel- und Bordnetzspezialisten. Vor allem in den Schwellenländern Brasilien, Russland, China und Indien sei weiter mit deutlichen Zuwächsen zu rechnen. Aktuell sind laut Probst nahezu alle Werke fast komplett ausgelastet, auch im Juli war das so. Angesichts dessen rechnet er mit einem "sehr positiven Geschäftsverlauf" in den kommenden letzten fünf Monaten des Jahres.

Am Morgen veröffentlichte das im Mittelwerteindex MDAX notierte Unternehmen die endgültigen Zahlen für das zweite Quartal. Zwischen April und Juni brummte das Geschäft des Autozulieferers wie nie zuvor: Der Umsatz stieg um gut ein Viertel auf 944 Mio EUR. Vor Zinsen und Steuern verdiente Leoni mit gut 67,5 Mio EUR fast doppelt so viel wie im Vorjahresquartal. Unter dem Strich wurde der Gewinn auf 45,5 Mio EUR sogar fast verdreifacht.

Die Prognose für 2011 hatte Leoni bereits im Juli aufgestockt - zum zweiten Mal in diesem Jahr - und peilt nun neue Rekorde an. Die Franken trauen sich nun einen Umsatz von rund 3,6 Mrd EUR und einen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 230 Mio EUR zu.

Noch Ende März hatte man lediglich Einnahmen von mindestens 3,1 Mrd EUR und ein operatives Ergebnis von rund 170 Mio EUR für möglich gehalten. Der Jahresüberschuss werde 2011 wohl auf rund 140 Mio EUR zulegen, ergänzte Finanzchef Dieter Bellé am Dienstag. 2010 hatte Leoni bei Erlösen von knapp 3 Mrd EUR operativ fast 131 Mio EUR verdient und netto gut 67 Mio EUR.

Die Autoindustrie boomte zuletzt wie wohl niemals zuvor. Das zweite Quartal war für viele deutschen Hersteller und Zulieferer das erfolgreichste aller Zeiten. Die hohe Nachfrage in Schwellenländern wie China und Brasilien sowie die Erholung der krisengebeutelten Märkte in den USA und Russland trieben die Entwicklung an.

In den vergangenen Tagen gerieten die Aktien der Automobilunternehmen allerdings in den Strudel der zunehmenden Konjunktursorgen infolge der Schuldenkrise in Europa und den USA. Leoni war dabei einer der größten Verlierer: Die Aktie gab seit Beginn der Verwerfungen an den Kapitalmärkten Ende vergangener Woche um zeitweise rund ein Drittel nach. Wirtschaftskrisen haben oftmals unmittelbare Auswirkungen auf die Absatzvolumina der Autohersteller, da Kunden in schlechten Zeiten größere Anschaffungen meiden. Das wiederum betrifft die Zulieferer der Branche direkt.

Leoni-Chef Klaus Probst zeigte am Dienstag allerdigs wenig Verständnis für das Ausmaß des Kurseinbruchs. Es scheine, als sei der Markt angesichts der Unsicherheiten in Panik verfallen. Probst zeigte sich allerdings optimistisch, dass die Situation für Leoni bei Weitem nicht so schlimm werde wie es der aktuelle Aktienkurs reflektiere.

-Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires; +49 - (0)69 297 25 114; nico.schmidt@dowjones.com DJG/ncs/kla

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