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27.04.2010

TOP DE: Software AG überzeugt Markt mit Quartalszahlen nicht

Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

DARMSTADT (Dow Jones)--Die Software AG hat zum Jahresauftakt getrieben von der Übernahme von IDS Scheer ein kräftiges Umsatzplus eingefahren und auch das Ergebnis gesteigert. Allerdings hatte der Markt offenbar noch mehr erwartet und schickte die Aktie am Dienstag auf Talfahrt. Die Prognose für das laufende Jahr wurde im Rahmen der Erstquartalszahlen bestätigt. Mittelfristig will der Darmstädter TecDAX-Konzern zudem seine Profitabilität deutlich erhöhen.

Zwischen Januar und Ende März verbuchte die Software AG verglichen zum Vorjahr einen Erlöszuwachs von 51% auf 250,3 Mio EUR, während das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) um 22% auf 46,6 Mio EUR zulegte. Von Dow Jones befragte Analysten hatten im Schnitt Werte von 248 Mio EUR bzw. 48 Mio EUR erwartet.

Die Software AG hatte im August 2009 ein Übernahmeangebot für das Software- und Beratungsunternehmen IDS Scheer vorgelegt und hält inzwischen mehr als 90% an dem Unternehmen. Mit der Akquisition erhielt der TecDAX-Konzern aus Darmstadt Zugriff auf die Softwarelösung ARIS, welche beim Geschäftsprozessmanagement zum Einsatz kommt. Die Mehrheit der Erlöse erzielt IDS mit Beratung, überwiegend im SAP-Umfeld.

Den Umsatzbeitrag des IDS-Geschäfts bezifferte die Software AG für das erste Quartal mit knapp 80 Mio EUR. IDS Scheer wird seit dem 20. August bei der Software AG konsolidiert. Finanzvorstand Arnd Zinnhardt bekräftigte am Dienstag im Gespräch mit Dow Jones Newswires, dass der Zukauf bis Ende 2011 zu jährlichen Kostensynergien von 25 Mio bis 30 Mio EUR führen soll.

Der Markt reagierte verschnupft auf die vorgelegten Zahlen: Bis gegen 10.05 Uhr fiel die Aktie der Software AG um 7,1% auf 88,45 EUR. Analyst Thomas Becker von der Commerzbank wies etwa darauf hin, dass die Lizenzeinnahmen geringer ausgefallen seien als erwartet. Lizenzeinkünfte sind für Softwareunternehmen deswegen wichtig, weil sie sich in künftigen Wartungsumsätzen niederschlagen.

Mit Blick auf das aktuelle Geschäftsumfeld zeigte sich Zinnhardt aber zufrieden. Die Situation habe sich bereits im dritten Quartal 2009 deutlich entspannt, sagte der Manager. Dies spiegele sich auch in der Pipeline der Software AG wider. Der Ausblick für 2010 wurde folglich bestätigt, wonach der Konzern von einem um Wechselkurseffekte bereinigten Umsatzplus zwischen 25% und 30% ausgeht. Der Gewinn nach Steuern soll um 8% bis 12% zulegen.

Mittelfristig will die Software AG die Profitabilität deutlich erhöhen und im Geschäftsjahr 2014 eine EBIT-Marge von 29% bis 30% erreichen. Diese Planung beinhalte aber keine etwaigen Zukäufe, sagte Zinnhardt. Für 2010 geht er von einer Marge von etwa 23% aus.

Die Software AG hatte zuletzt wiederholt alle zwei bis vier Jahre eine große Akquisition in Aussicht gestellt. Abhängig von den potenziellen Übernahmezielen könnte die Marge 2014 niedriger ausfallen oder aber das Ziel auch bereits früher erreicht werden, sagte Zinnhardt am Dienstag.

Webseite: www.softwareag.com -Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 107; philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/brb

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Dow Jones Newswires

April 27, 2010 07:30 ET (11:30 GMT)