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05.08.2010

TOP DE: Telekom punktet im Heimatmarkt - Lichtblick in den USA

Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

Von Philipp Grontzki DOW JONES NEWSWIRES

BONN (Dow Jones)--Die Deutsche Telekom AG hat im zweiten Quartal aufgrund der Entkonsolidierung von T-Mobile UK wie erwartet operative Rückgänge verzeichnet. Im Mittelpunkt des Interesses stand aber vor allem das schwächelnde US-Geschäft, in dem die Telekom nach Angaben vom Donnerstag aufgrund der jüngsten Kundenentwicklung einen Silberstreif am Horizont sieht. Analysten lobten auch die Entwicklung im Heimatmarkt. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde bestätigt.

Im Deutschlandgeschäft, dem nach Erlösen größten Segment, verzeichnete die Telekom im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahr gestützt vom Mobilfunk bei einem nahezu unveränderten Umsatz von rund 6,2 Mrd EUR ein Plus von 2,4% beim bereinigten Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA). Der Konzern profitiert im Heimatmarkt etwa davon, dass man das begehrte iPhone von Apple im Programm hat.

Auch T-Mobile USA verbuchte auf Dollarbasis mehr oder weniger stabile Erlöse, allerdings sank der operative Gewinn um rund 11%. Ein Sprecher begründete dies auch mit höheren Aufwendungen für die Kundengewinnung. Die Nummer Vier am US-Mobilfunkmarkt kämpft aufgrund der Wettbewerbssituation mit Gegenwind und hatte im Auftaktquartal 2010 netto 118.000 Vertragskunden verloren.

Im zweiten Quartal konnte hier jedoch ein Plus von 106.000 vermeldet werden. Allerdings ist dies deutlich weniger als die Platzhirschen AT&T und Verizon an Zulauf verbuchen konnten. Der Telekom-Vorstandsvorsitzende René Obermann gab sich vorsichtig optimistisch. "Unser US-Geschäft zeigt deutliche Zeichen einer Stabilisierung", sagte er am Donnerstag, räumte aber auch ein, dass in dem Markt noch einige Herausforderungen vor dem Konzern lägen.

Die Entwicklung wurde von Analysten insgesamt positiv beurteilt. In Deutschland habe die Telekom besser abgeschnitten als erwartet, sagte Stefan Borscheid von der Landesbank Baden-Württemberg. Frederic Boulan von Morgan Stanley bezeichnete die Entwicklung zwischen Flensburg und Berchtesgaden als "sicheren Hafen" und betonte zudem, dass der Zuwachs bei den Vertragskunden in den USA überrascht habe. Laut Boulan hatte der Markt einen Rückgang um 93.000 erwartet.

Insgesamt sank der Konzernumsatz im zweiten Quartal gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 4,4% auf 15,53 Mrd EUR, während das bereinigte EBITDA um 4,7% auf rund 5 Mrd EUR nachgab. Damit lag das Unternehmen leicht über den Erwartungen von Analysten. Der Vorjahresvergleich wird dadurch verzerrt, dass 2009 noch T-Mobile UK im Zahlenwerk enthalten war.

Die Tochter wurde per Anfang April in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem France-Telecom-Ableger Orange UK eingebracht und ist somit ab dem zweiten Quartal 2010 nicht mehr Teil des operativen Geschäfts der Telekom. Das Ergebnis des Joint Ventures wird lediglich im Finanzergebnis erfasst.

Wäre T-Mobile UK bereits im Vorjahr nicht im operativen Geschäft enthalten gewesen, wären die Erlöse im zweiten Quartal 2010 weiteren Angaben zufolge um 0,9% gestiegen und das operative Ergebnis um 1,9% gesunken.

Außerhalb Deutschlands verbuchte die Telekom im zweiten Quartal in den meisten ihrer europäischen Märkte Rückgänge. Mit Blick auf Griechenland hieß es, dass die Thematik rund um die Schuldenkrise die Entwicklung auch im zweiten Halbjahr negativ beeinflussen werde. Die Telekom hält 30% an der griechischen OTE und kann die Gesellschaft dank einer Vereinbarung mit Griechenland voll konsolidieren. OTE ist unter anderem auch in Bulgarien und Rumänien aktiv.

Die Prognose für den Gesamtkonzern wurde von der Telekom am Donnerstag bestätigt. Demnach rechnen die Bonner für 2010 mit einem bereinigten EBITDA von rund 19,5 Mrd bis 19,6 Mrd EUR. Der freie Cashflow soll rund 6,2 Mrd EUR erreichen. Im zweiten Quartal lag er vor Investitionen in Spektrum bei knapp 1,49 Mrd EUR.

Den Markt konnte die Telekom mit dem Zahlenwerk letztlich nicht beeindrucken: Gegen 11.09 Uhr fällt die T-Aktie um 0,3% auf 10,47 EUR.

Webseite: www.telekom.com - Von Philipp Grontzki, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 107, philipp.grontzki@dowjones.com DJG/phg/kla

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