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16.10.1992

Toshiba: Der festere Dollar verspricht Gewinnssteigerung

Trotz der Bankenkrise in Japan und der weiterhin schlechten Konjunktur scheint der Aktienmarkt zunächst bei 15 000 Indexpunkten (Nikkei-Dow-Jones) eine Basis gefunden zu haben. Damit hat sich der japanische Aktienindex seit seinem historischen Hoch von 40 000 Punkten Anfang 1990 um über 60 Prozent zurückgebildet. Zwar kann nicht ausgeschlossen werden, daß es bei weiteren fundamentalen Schwierigkeiten japanischer institutioneller Anleger noch einmal zu einem Kursrutsch kommt, zunächst jedoch stützt die zur Konjunkturankurbelung gestartete Politik des leichten Geldes der japanischen Notenbank den Aktienmarkt. Marktbeobachter erwarten weitere Leitzinssenkungen der japanischen Notenbank.

Als Folge der expandierenden Geldmengenpolitik erholte sich der japanische Aktienindex von seinem Augusttief. Nicht profitieren von dieser Entwicklung konnten die exportorientierten Standardwerte, zu denen auch Toshiba gehört. Der Grund dafür dürfte in dem noch einmal gestiegenen Yen-Kurs zu finden sein, der die Wettbewerbsfähigkeit der japanischen Exportunternehmen beeinträchtigt.

Zumindest gegenüber dem US-Dollar scheint sich der Währungstrend jedoch umgekehrt zu haben. Zu den Profiteuren der Dollar-Erholung gehört Toshiba. Kommt es zu einer Stabilisierung der Aufwärtsbewegung dürfte sich der festere Dollar 1993 in einer spürbaren Gewinnsteigerung niederschlagen. Das Unternehmen erwirtschaftet ein Drittel seiner Exporterlöse in Nordamerika.

Toshiba ist der zweitgrößte Hersteller von Elektro- und Elektronikgeräten in Japan. Die Hälfte des Umsatzes von 4722 Milliarden Yen (rund 55 Milliarden Mark) wird mit Hardware, Halbleitern und Büromaschinen erwirtschaftet. Während vor allem die führenden japanischen Hersteller von Großcomputern jetzt konjunkturbedingt mit schrumpfender Nachfrage fertig werden müssen, erntet Toshiba die Früchte seiner Diversifizierungspolitik. Am Betriebsgewinn gemessen - nicht am Umsatz -, hat Toshiba die Spitzenposition der japanischen Unternehmen der Branche errungen. Als Erfinder und führender japanischer Hersteller von Flash-Memories ist das Unternehmen in der Lage, eine neue Generation von Laptops anzubieten. Auch die führende Position in der LCD-Technik (Zusammenarbeit mit IBM) wird dazu beitragen, den Marktanteil Toshibas am PC-Markt zu vergrößern.

Ein Wermutstropfen stellt das immer noch hohe Kurs-Gewinn-Verhältnis dar. Gemessen am für das Geschäftsjahr 1993 erwarteten Gewinn von 13 Yen je Aktie ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis mit knapp 50 auch vor dem Hintergrund der niedrigen Zinsen abenteuerlich hoch. Betrachtet man die Toshiba-Aktie, so fällt auf, daß der Kurs zwischen 500 und 600 Yen eine historisch bedingte Unterstützung haben sollte. Hält diese charttechnische Unterstützung, sind erste Käufe in dieser seit 1989 gedrittelten Aktie zu rechtfertigen.

*Arnd Wolpers ist Geschäftsführer der Vermögensvewaltungsgesellschaft CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo. Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.