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25.03.1988 - 

Überarbeitete Cocom-Liste jetzt in Paris veröffentlicht

Toshiba: Neue Vorwürfe aus den USA

PARIS/WASHINGTON (CW) - Die französischen Behörden haben jetzt die unlängst revidierte Cocom-Liste in Paris veröffentlicht. Produkte, die am Markt leicht zugänglich sind, sind darin nicht mehr aufgeführt. Der japanischen Toshiba Corp. indes hilft dies wenig. Der Konzern ist wegen illegalen Technik-Transfers in den Ostblock erneut ins Gerede gekommen.

Die Neufassung der Cocom-Liste enthält jetzt vor allem Hochtechnologieprodukte von besonderer militärischer Bedeutung. Dazu zählen auch automatisierte Tauchsysteme, Systeme zum Aufspüren von U-Booten, ausgereifte industrielle Software, kleine Roboter, perfektionierte Halbleiter sowie Verfahren zur Herstellung von Metall, das Radarstrahlen nicht reflektiert. Gelockert hingegen wurde das Ausfuhrverbot für Informatik- und Telekommunikations-Erzeugnisse unter Berücksichtigung, daß viele Produkte mittlerweile technisch veraltet beziehungsweise im Ostblock vorhanden sind.

Neuen Vorwürfen, die Cocom-Beschränkungen verletzt zu haben, sieht sich Toshiba ausgesetzt. So beschuldigt der amerikanische Kongreßabgeordnete Duncan Lee Hunter jetzt den japanischen Elektronikkonzern, 1979 und 1986 unter anderem eine Anlage zur Halbleiterproduktion in die Tschechoslowakei sowie eine Montagestraße für Chips in die DDR geliefert zu haben. Zudem habe Toshiba im vergangenen Jahr über die Lieferung eines Halbleiterwerkes in die DDR verhandelt. Das Geschäft sei aber nach eindringlichen US-Warnungen nicht zustande gekommen. Ein Untersuchungsausschuß soll jetzt die neuerlichen Vorwürfe überprüfen.