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30.11.1990 - 

TFT-Display schont die Augen

Toshiba stellt drei Laptops nicht nur für unterwegs vor

MÜNCHEN (CW) - Mit drei neuen Laptops will die Toshiba Deutschland GmbH ihre Führungsposition im wachsenden Markt der tragbaren Computer verteidigen. Ein flimmerfreier Farb-Bildschirm beim "T3200SXC" sowie erweiterbare Arbeitsspeicher bei den Notebook-Rechnern "T1000LE" und "T2000SX" sollen die primäre Zielgruppe Außendienst bei der Stange halten.

Als kleinstes Modell wurde der Notizbuchgroße "T1000LE" mit 80C86-Prozessor vorgestellt, der rund 4000 Mark kostet. Im Gegensatz zu seinen im Frühjahr 1990 präsentierten Brüdern T1000XE, der nur mit Festplatte, und T1000SE, der lediglich mit Disketten-Laufwerk ausgestattet ist, kann der dritte Rechner aus der Notebook-Serie von Toshiba auf eine 20-MB-Festplatte und ein 31/2-Zoll-Laufwerk für 720-KB- und 1,44-MB-Disketten zugreifen.

Mit 1,5 Stunden nimmt sich die Betriebsdauer des Akkus eher dürftig aus, über den Modem-Steckplatz ist jedoch Platz für einen weiteren Akku. Das CGA-Display arbeitet sowohl Blau auf Weiß als auch invers mit einer Auflösung von 640 x 400 Pixel.

Der Arbeitsspeicher besitzt standardmäßig eine Kapazität von 1 MB, läßt sich aber durch RAM-Karten auf bis zu 9 MB erweitern. Wird dieser Speicher als Hard-RAM installiert, können auch große Anwendungen permanent in diesem nichtflüchtigen Speicher gehalten werden. Zudem besitzt ein Hard-RAM-Speicher den Vorteil gegenüber üblichen Peripheriespeichern wie Festplatten oder Disketten, daß der Zugriff auf solchermaßen gespeicherte Daten extrem schnell und der Datenfluß gleichzeitig stromsparend erfolgt. So lassen sich sämtliche DOS-Applikationen uneingeschränkt auf dem Notebook-Rechner nutzen.

Im Format entsprechen die Peripheriemedien Scheckkarten. Sie sind bisher mit einer Kapazität von 1 und 2 MB erhältlich, innerhalb eines Monats sollen jedoch 4- und 8-MB-Karten ausgeliefert werden. Die Platinen von Toshiba basieren eigenen Angaben zufolge auf normalen RAM-Bausteinen in 4-Mbit-Technik. Sie seien mit den von Intel entwickelten Flash-Karten auf EPROM-Basis nicht vergleichbar. Ein Vorteil der Intel-Karten besteht in der integrierten Batterie-Stromversorgung. Dadurch sind die Speicher herausnehmbar, ohne daß sich deshalb ein Datenverlust ergibt. Bei den RAM-Platinen von Toshiba besteht diese Möglichkeit nicht, hier gehen die Daten verloren.

Ebenso wie die beiden anderen T1000-Rechner verfügt der T1000LE über den Auto-Resume-Mode. Das bedeutet, daß der Anwender seine Arbeit in einer Anwendung abbrechen und den Rechner ausschalten kann, die Daten jedoch werden gesichert. Beim Wiedereinschalten befindet sich der User wieder an der verlassenen Stelle in der Applikation - ein anwenderfreundliches Merkmal, das etwa die Compaq-Konkurrenz auch bei ihrem neuen Notebook-Rechner "LTE 386s/20" nicht aufweisen kann. Über die Erweiterungsbox "Desk Station II" kann der Notebook-Rechner an das unternehmensweite DV-Netz angeschlossen werden und mittels zusätzlicher Karten unter anderem Faxoptionen oder Terminalemulationen nutzen.

Der mit einem 386SX-Prozessor (16 Megahertz Taktrate) ausgestattete "'T2000SX" ist das Spitzenmodell in Toshibas Notebook-Palette. Der schwarzweiße VGA-Bildschirm unterstützt 16 Graustufen und ist - wie sein "LTE 386s/20"-Wettbewerber aus Houston - ebenfalls seitenbeleuchtet.

Neben dem 3 1/2-Zoll-Diskettenlaufwerk kann zwischen einer 20-MB- oder einer 40-MB-Festplatte gewählt werden. Für den 3,1 Kilogramm schweren Rechner mit integriertem 20-MB-Speicher betragen die Anschaffungskosten rund 10 000 Mark. Für 1000 Mark mehr ist die größere Ausführung erhältlich.

Auch bei diesem Rechner läßt sich der Arbeitsspeicher von 1 MB mit den Zusatz-Platinen erweitern. Zudem kommt hier ein Ergebnis der in diesem Jahr vereinbarten Zusammenarbeit mit IBM zum Einsatz. Gemeinsam wurde eine aufladbare Nickel-Wasserstoff-Batterie entwickelt, deren Betriebsdauer drei Stunden betragen soll.

Im Vergleich zum kürzlich vorgestellten 20-Megahertz-Laptop von Compaq ist der T1000SX zwar nur mit 16 Megahertz getaktet, doch kostet das amerikanische Produkt rund 2000 Mark mehr. Unterschiede sind auch in der Festplatten-Kapazität vorhanden. Der US-Hersteller, der im deutschen Laptop-Markt auf Platz zwei rangiert, liefert seine Geräte mit 30 und 60 MB aus. Die Tastatur des Toshiba-Neuankömmlings scheint, wie bei der gesamten T1000-Reihe, jedoch anwenderfreundlicher zu sein. Auch das Flaggschiff unter den Toshiba-Notebooks verfügt über den Auto-Resume-Modus sowie das Stromspar-Management "Maxtime Power".

Bei dem gemeinsam mit den Notebook-Rechnern vorgestellten "T3200SXC" (20 Megahertz) handelt es sich um die modifizierte Version des vor einem Jahr präsentierten T3200SX-Modells. Allerdings weist der neue Laptop eine Eigenschaft auf, die bislang nur zwei weitere Hersteller präsentieren konnten: Einen 11-Zoll-Farbbildschirm in TFT-Technologie (Thin-Film-Transistor). Toshiba hat diese Dünnfilm-Flüssigkristall-Technik für LC-Displays in Zusammenarbeit mit der IBM Japan entwickelt.

Vorteilhaft sei dabei die strahlungs- und flimmerfreie Darstellung von 256 Farben. Diese ergonomische Verbesserung erweitere auch die Einsatzmöglichkeiten der tragbaren Rechner. Hat bisher die mangelnde Display-Qualität ein längeres Arbeiten erschwert, soll der Laptop durch diese Neuerung als leistungsfähiges, aber portables Arbeitsgerät Einzug in die Welt der Tischcomputer halten. Der Farb-Laptop wird mit einer 120-MB-Festplatte ausgerüstet und entspricht ansonsten dem T3200SX-Modell. Das Unternehmen hat den Preis auf rund 20 000 Mark festgesetzt, die Auslieferung ist für Anfang 1991 geplant.