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01.12.2000 - 

Magnia SG10 soll unter Linux arbeiten

Toshiba versucht sich im Markt für Appliance-Server

MÜNCHEN (CW) - Toshiba plant, Anfang nächsten Jahres einen Appliance-Server auf den Markt zu bringen. Damit wollen die Japaner in erster Linie kleine und mittlere Betriebe adressieren, deren IT-Budgets keine aufwändigen Server-Konfigurationen zulassen.

Toshibas "Magnia SG10" soll laut den Verantwortlichen bei Toshiba vor allem durch seine Vielseitigkeit Kunden gewinnen. Der Rechner werde mit verschiedenen Standardfunktionen ausgeliefert: E-Mail-, Drucker- sowie Netz-Management, Internet- und Intranet-Zugang, vorkonfigurierte Firewall sowie Möglichkeiten, Web-Inhalte zwischenzulagern, Daten über verschiedene Plattformen zu verteilen sowie Daten-Backups zu konfigurieren.

Appliance-Server zeichnen sich dadurch aus, dass die Systeme für bestimmte Aufgaben vorkonfiguriert ausgeliefert werden. Vor allem kleinere Betriebe, deren IT-Budgets meist recht bescheiden ausfallen, sollen damit für diese Server-Klasse gewonnen werden. Analysten von International Data Corp. (IDC) sagen dem Markt ein Umsatzwachstum von 740 Millionen Dollar im laufenden Jahr auf etwa 15 Milliarden Dollar im Jahr 2004 voraus.

Über die genaue Konfiguration der Toshiba-Systeme gibt es bislang nur spärliche Informationen. Die Rechner sollen jedoch komplett von Toshiba selbst gefertigt werden. Über die CPU, mit der das System rechnen soll, schweigen sich die Japaner aus. Als Betriebssystem werde laut den Verantwortlichen die Linux-Distribution der Firma Red Hat zum Einsatz kommen. Außerdem plant der Hersteller, kabellosen Zugang zu den Magnia-Rechnern via Bluetooth zu integrieren. Damit sollen Geräte wie Drucker, Notebooks oder Handhelds schnell auf den Server zugreifen können.

Über die Preispolitik für seine neue Server-Klasse will Toshiba bislang noch nichts verraten. Einzig die Mitteilung, dass die Rechner günstiger sein sollen als die Produkte der Konkurrenz, war aus der Firmenzentrale zu hören. Doch ob der Späteinsteiger im umkämpften Geschäft mit Appliance-Servern punkten kann, ist zu bezweifeln. Viele hochrangige Hersteller wie Compaq, Dell, IBM oder Sun haben bereits seit Monaten entsprechende Systeme auf dem Markt.