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25.08.2000 - 

Die Zukunft des PCs/Kommentar

Totgesagte leben länger

Über zwanzig Jahre ist es nun schon her, dass Intel 1978 mit dem 16-Bit-Prozessor 8086 den Grundstein für den PC-Boom gelegt hat. Drei Jahre später brachte IBM den 8086 zusammen mit der ersten DOS-Version im "Personal Computer" - kurz PC - auf den Markt. Bezeichnend für den PC war von jeher, dass er von der Konkurrenz verschmäht - und dabei stets unterschätzt - wurde. Am Anfang war es die fehlende Grafikfähigkeit, die die damaligen Commodore-, Amiga-, Atari- oder Apple-Fans zu regelmäßigem Spott animierte.

Doch dem Erfolg des PC tat dies keinen Abbruch - dessen Geheimnis lag nämlich in der Offenheit der Architektur. Während alle Nicht-PC-Hersteller proprietäre Architekturen entwickelten verfügten die PCs über offene Schnittstellen. Unzählige Hersteller wurden dadurch animiert, Erweiterungskarten anzubieten. Im Lauf der Zeit führte der Wettbewerb in der PC-Industrie dazu, dass die von Big Blue begründete Architektur der "IBM-Kompatiblen" deutlich leistungsfähiger war als alle anderen Desktop-Computer. Auf Seiten der Betriebssysteme hatte Microsoft durch die IBM-Entscheidung für DOS das große Los gezogen und erlangte im Lauf der Zeit die bis heute ungebrochene marktbeherrschende Bedeutung. Dabei erwies sich die Vielfalt der Hardware stets als Problem für die Entwicklung stabiler PC-Betriebssysteme.

Die Komplexität beider Bereiche brachte das PC-Konzept in den 90er-Jahren zunehmend in Verruf. Mit dem Siegeszug der Internet-Technologie war die Zeit reif für ein neues Server-zentriertes Modell, den Thin Client. Doch nach wie vor trotzt der PC der oftmals einleuchtenden Argumentation seiner Kritiker, die Verkaufszahlen sind weiterhin hoch. Es bleibt also abzuwarten, ob in den nächsten Jahren ein überzeugendes Konzept wie etwa Internet-Appliances oder Handhelds die Dominanz des PC gefährden kann. wm