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10.10.1975 - 

MOS-Chips, Magnetbandkassette, Metallband - Online, Offline und Funk

Tragbare Datenerfassungsgeräte in vielerlei Form

Daten über Terminals zu erfassen, hat sich inzwischen eingebürgert. Doch daß diese Terminals tragbar sein können, weiß der Anwender so recht erst seit der Hannover Messe in diesem Frühjahr. Tragbare DE-Geräte sind eine logische Weiterentwicklung des Taschenrechners: In Analogie zu den großen Brüdern kommt Peripherie dazu.

Das Steckkästchensystem oder auch das Lochkarten-Entnahme-Verfahren waren

gegenüber der Qual der Lagerlisten mit Lagerlisten schon ein Fortschritt - zumindest für Bestandsauffüllung und Registratur. Bei der Inventur mußte häufig doch wieder Hans Aufschreiber tätig werden. Heute trägt der Hans ein Datenerfassungsgerät mit sich herum.

64 KB in einem Taschengerät

Die Geräte sind im allgemeinen zweiteilig. Ein Handgerät verfügt über Tastatur und optische Anzeige - also der Taschenrechner und ist über ein Kabel mit einem Kassettenrecorder als Umhängegerät verbunden. Der Datenträger ist meist die Standardkassette mit bis zu 200 000 Zeichen. Bei dem Gerät von Azur Data, das als "Memo 130"; von CCT und als Infopac II von Core vertrieben wird, ist das Aufzeichnungsmedium ein CMOS-Halbleiter-Chip. Dieses kann 64 000 Zeichen aufnehmen, etwa ebenso viel wie die Metallband-Kassette von Kienzles Datenschreiber, auf der ein Metallband zum Speichern "eingebrannt" wird.

In fünf Minuten überspielt

Alle Gerate überspielen die Daten entweder auf ein Auswertegerät, indem sie die Kassette dort einlegen oder online in einen Computer über ein spezielles Übertragungsterminal, das zwischen 5000 und 20 000 Mark kostet. Die Datenübertragung geschieht mit 200 bis 1200 Baud. Der Kassetten-Inhalt ist also in ein bis fünf Minuten übermittelt, und das Gerät ist dann für weitere Aufnahmen wieder frei.

Datenübertragung per Funk

Das von GEET in Hamburg vertriebene System überträgt die Daten online über Funk im 70-cm-Band zu einer Zentrale. Die überbrückbare Entfernung beträgt im Freien 1,5 Kilometer. Die Post gibt nach Aussage des Herstellers dem jeweiligen Benutzer die Betriebserlaubnis. 15 Geräte dieser Art können von einer Zentrale aus bedient werden, das bedeutet, diese ruft die Daten blockweise von den einzelnen Geräten ab und registriert sie auf Kassette. Die Eingabe kann über Tastatur oder über einen Lesegriffel für Strichcode erfolgen.

Auch Verkehrszählung und Umfragen

Es ist keineswegs immer notwendig, für die Betriebsdatenerfassung ein aufwendiges Terminalsystem zu installieren. Für die meisten Erfassungsaufgaben im Betrieb ist aber die Aufzeichnung der Uhrzeit notwendig. Ferner muß die eingebende Person sich vorher durch Steckkarte ausweisen können. Dazu kommt, daß Betriebsdatenerfassung besonders hohe Eingabesicherheit verlangt, somit auch Intelligenz für Plausibilitätskontrollen. Das alles leisten die erwähnten Geräte nicht. Doch in der Qualitätskontrolle der Fertigung, bei Zählerablesungen Verkehrszählungen und Meinungsumfragen sind diese Gerate über den Einsatzbereich hinaus, für den sie entwickelt wurden, durchaus brauchbar.

In USA bedienen sich bereits Speditionen, Stauereibetriebe und Supermarkte der portablen Erfassungsgeräte.