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15.01.1993 - 

US-Firmen wollen technologieorientiertes Lernen forcieren

Training ist nicht die einzige Chance auf mehr Produktivitaet

Die Rezession hat dazu gefuehrt, dass viele US-Unternehmen neben Personalentlassungen und Werkschliessungen ihr Weiterbildungsbudget nach Sparmoeglichkeiten durchforsten. Langfristig gesehen jedoch, so Nancy Weingarten, Inhaberin des gleichnamigen Verlages und Herausgeberin der Zeitschriften "CBT" und "Data Training" in Boston, wollen die Betriebe in das verbliebene Personal investieren, mit dem Ziel, die Produktivitaet des eigenen Unternehmens zu erhoehen.

Lance Dublin, CEO des gleichnamigen Softwarehauses in San Franzisko, kann der Rezession auch gute Seiten abgewinnen. Die Unternehmen ueberprueften jetzt kritischer als frueher die Weiterbildungsprogramme und bildeten nicht mehr nach dem Giesskannenprinzip aus, sondern nach den Beduerfnissen ihrer Mitarbeiter.

In diesem Zusammenhang stellt der US-Manager, dessen Unternehmen sich stark im SW-Weiterbildungsgeschaeft engagiert, einen starken Trend zu Bildungs-Outsourcing fest: "Alle Firmen muessen sparen, aber alle wollen auch ihre Mitarbeiter schulen", also greife man auf die Kompromissloesung der Auslagerung zurueck.

Frau Weingarten misstraut allerdings dieser Outsourcing-Euphorie: "Es kommt die Zeit, da wird ein Guru die Zentralisierung als geniale Idee verkaufen, und dann werden sich wieder alle Betriebe Bildungsabteilungen zulegen."

In einem Punkt jedoch sind sich die beiden Weiterbildungsexperten einig: Die wirtschaftliche Krise hat dazu gefuehrt, dass die Unternehmen auf technologieorientiertes Lernen setzen. Und selbst wenn es den Unternehmen wieder besser gehen sollte, werde es den Schritt zurueck zum reinen Klassenunterricht nicht mehr geben. "Die Zeit ist viel zu kostbar geworden, als dass es sich jemand noch leisten koennte, eine Woche lang fern vom Arbeitsplatz zu lernen", meint die Bostoner Verlegerin.

Sowohl sie als auch Dublin sehen die Zukunft der Weiterbildung in einer staerkeren Integration des Lernens in den Arbeitsablauf. Mittlerweile gebe es am Arbeitsplatz eines jeden Mitarbeiters mehr Technik als je zuvor. Zudem wuerden die Herstellungskosten fuer elektronische Weiterbildungsprodukte staendig sinken.

Um grundsaetzlich eine gute Weiterbildung anbieten zu koennen, brauche man in erster Linie mehr Informationen darueber, wie Menschen arbeiten und lernen, resuemiert Frau Weingarten. Und Dublin ergaenzt: "Training kann nicht die Anwort fuer alle Probleme sein, viel wichtiger muss sein, dass die Mitarbeiter anhand eines klaren Konzeptes effektiver arbeiten."