Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

12.09.2008

Trainingsanbieter zeigen sich optimistisch

Die Schulungshäuser blicken zuversichtlich nach vorne, wie die neueste Lünendonk-Umfrage belegt. Allerdings beurteilen sie E-Training nach wie vor zurückhaltend.

Nach einer konjunkturbedingten Flaute hat der Markt für berufliche Weiterbildung 2006 in Deutschland wieder Tritt gefasst und ist 2007 zweistellig gewachsen. Dabei weisen alle großen Themen wie Business Skills, IT- und Telekommunikation sowie naturwissenschaftlich-technische Kurse Wachstumstendenzen auf, wie die aktuelle Lünendonk-Studie "Status quo und Perspektiven beruflicher Weiterbildung in Deutschland" zeigt.

"Der Mangel an qualifizierten Fachkräften veranlasst die Unternehmen zur Weiterbildung nach dem Prinzip: Qualifizierung statt Rekrutierung", erläutert Thomas Lünendonk, Inhaber des gleichnamigen Beratungshauses in Kaufbeuren. "Außerdem steigen die Anforderungen an Mitarbeiter. Jetzt werden Nachholeffekte aus den Jahren 2002 bis 2005 wirksam, in denen die Unternehmen ihre Ausgaben für Weiterbildung kräftig zurückgefahren hatten", so Lünendonk.

Drei Viertel der 76 Trainingsanbieter, die an der jährlichen Lünendonk-Studie teilgenommen haben, erzielten 2007 eine positive Umsatzentwicklung. Auf die Frage nach den Umsatz-erwartungen für 2008 wagten neun von zehn Anbietern die Prognose, dass ihr Umsatz steigen werde.

Offensichtlich sind die Weiterbildungsanbieter überzeugt, dass die Periode des schlechten Geschäfts in den ersten Jahren dieses Jahrzehnts endgültig überwunden ist. Die längerfristige Umsatzprognose (2008 bis 2013) der Studienteilnehmer fällt moderat optimistisch aus. Kaum eines der Unternehmen rechnet in den fünf Jahren bis 2013 mit einer Umsatzstagnation oder gar einem Umsatzrückgang. 17 Prozent hoffen, bis 2013 sogar stärker als zehn Prozent pro Jahr zu wachsen. Fast jedes zweite Unternehmen kalkuliert allerdings noch mit Zuwachsraten von maximal fünf Prozent pro Jahr.

Chancen für Outsourcing und Qualifizierungsprojekte

Das Jahr 2007 bestätigt die im Vorjahr 2006 eingetretene Wende am deutschen Weiterbildungsmarkt. Das zeigt sich auch an den Angebotsformen. In den Krisenjahren 2002 bis 2005 hatte der Anteil der firmeninternen Veranstaltungen ständig zu Lasten der übrigen Trainingstypen zugenommen. Im Jahr 2006 ging der Anteil der firmeninternen Veranstaltungen zum ersten Mal wieder zurück. 2007 stabilisierte er sich mit 41 Prozent Anteil auf diesem Niveau. Die öffentlichen Seminare erreichten 2007 einen Anteil von 31 Prozent. Die Langzeitlehrgänge konnten 2007 nochmals anteilig auf 14 Prozent zulegen. Leicht rückläufig gegenüber 2006 ist der Anteil der Qualifizierungsprojekte, das heißt Beratung sowie Konzepterstellung, Auftragsentwicklung und Auftragsrealisierung für bestimmte Kunden. Das Auslagern der gesamten Trainingsaktivitäten ist von 2006 bis 2007 von zwei auf drei Prozent gestiegen.

Die Studienteilnehmer wurden wieder nach ihren Erwartungen für die unterschiedlichen Angebotsformen befragt. Zwei Drittel sind der Meinung, dass der Anteil der firmeninternen Veranstaltungen am Umsatz steigen wird, 30 Prozent nehmen an, dass er gleich bleiben wird. Bei den öffentlichen Seminaren rechnet ein Drittel mit steigenden Umsatzanteilen, 46 Prozent mit gleich bleibenden, während 20 Prozent an Rückgänge glauben. Den öffentlichen Langzeitseminaren prognostizieren 40 Prozent sinkende Anteile, 47 Prozent rechnen mit Gleichstand. Fast 56 Prozent der befragten Anbieter erwarten für das Outsourcing-Geschäft steigende Anteile am Umsatz. Bei Qualifizierungsprojekten sind es sogar fast 78 Prozent.

Ambivalentes Verhältniszum E-Training

Den gegenwärtigen Anteil des Computer- und Web-gestützten Trainings am deutschen Weiterbildungsmarkt schätzen die Teilnehmer im Durchschnitt auf 8,4 Prozent. Die Verteilung der genannten Prozentwerte zeigt, dass 22 Prozent der Befragungsteilnehmer für 2008 den Marktanteil des E-Trainings über zehn Prozent veranschlagen. Für 45 Prozent der Befragten liegt er noch bei maximal fünf Prozent.

Das werde sich aber ändern: Auf 14,1 Prozent wird laut den Prognosen der Befragungsteilnehmer der Anteil des E-Trainings am deutschen Weiterbildungsmarkt bis 2013 steigen.

Die Lünendonk-Studie 2008 "Status quo und Perspektiven beruflicher Weiterbildung in Deutschland" ist ab sofort bei der Lünendonk GmbH, Kaufbeuren, zum Preis von 1200 Euro verfügbar (PDF-Datei, zuzüglich MwSt., inklusive Versand). (hk)