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09.05.1986 - 

BMFT sieht auch für Ungelernte Chancen:

Trainingskonzept für Roboterprogrammierung

BONN (pi) - Im Rahmen eines vor kurzem abgeschlossenen Projektes mit dem Namen "Qualifizierung an Industrierobotern" (QIR) hat das Bundesministerium für Forschung und Technologie jetzt unter Beweis gestellt, daß neben Facharbeitern, Technikern und Ingenieuren auch an- oder ungelernte Kräfte das Industrieroboter-Schweißen erlernen und in der Praxis beherrschen können.

Das BMFT-Programm "Forschung und Humanisierung des Arbeitslebens" wurde unter der Federführung des Stuttgarter Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) durchgeführt. Im Projektverbund beteiligt waren die Gesellschaft für Arbeitsschutz- und Humanisierungsforschung, Dortmund, die Schweiß- und Lehrtechnische Versuchsanstalt des Deutschen Verbandes für Schweißtechnik in Fellbach bei Stuttgart, die Roboterhersteller Cloos und Masing-Kirkhof sowie die Zahnradfabrik Friedrichshafen.

Angeregt wurde das Projekt nach Angaben aus dem BMFT durch die schnelle Zunahme der Robotereinsatzzahlen und die Probleme in gängigen Schulungsmaßnahmen. Für die Entwicklung eines Schweißprogramms komme es laut dem Bundesministerium darauf an, die notwendigen Schweißparameter genau zu bestimmen und sie exakt in die Befehlssprache des Roboters umzusetzen. Dieser Prozeß sei nicht durch die Beobachtung lehr- und lernbar, sondern nur durch eine konsequente Anwendung gelernten Wissens auf immer neue Problemstellungen. Wenn sich die Schulung jedoch ausschließlich auf das Programmieren beschränke, sich aber nicht darauf konzentriere, wie der Roboter zum Schweißen eingesetzt werden kann, seien Probleme in der betrieblichen Praxis vorhersehbar: Qualitätsprobleme und Anlaufverzögerungen bei der Aufnahme einer neuen Produktionslinie können dabei die Folgen sein.

Hieraus resultierend wurden komplexe Kenntnisse für die Roboterprogrammierung so aufbereitet, daß sie nunmehr anschaulich sind und - im Rahmen eines Stundenplans jeder Teilnehmer bereits am ersten Tag mit dem Roboter sinnvolle Aufgaben lösen konnte. Auf der Ebene der einzelnen Lektionen wurde ein 4-Etappen-Modell des Lernens entwickelt, das eine Verschränkung von Theorie und Praxis sichern soll. Die Ergebnisse von QIR eröffnen laut Angaben aus dem BMFT eine Perspektive der Arbeitsplatzsicherung für eine gefährdete Zielgruppe mit einer gesundheitlich belastenden Tätigkeit.

Daneben sei die QIR-Methodik jedoch auch noch für eine Reihe anderer Zielgruppen interessant, meinte ein BMFT-Sprecher.

Informationen: DFVLR, Projektträger Humanisierung des Arbeitslebens, Südstraße 125, 5300 Bonn 2.