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23.07.1982 - 

Ein Systembaustein für Systemhäuser und OEMs:

Transaction-Processor beschleunigt Entwicklung

MÜNCHEN- Für Systemhäuser und OEMs hat der Chip-Hersteller Intel einen Transaction-Processor erdacht, der als vollintegriertes Computersystem einschließlich Basis-Softwaretools angeboten wird. Er soll es dem Entwickler leichter machen, auf der Grundlage dieses System-Bausteins mit relativ wenig Zusatz-Aufwand "seine" Anwendung zu implementieren.

Hardwareseitig stellt sich das System als Multi-Mikroprozessor-Konfiguration dar, die modular ausbaubar ist. Intel unterscheidet zwischen dem Application-Processor, dem Communication-Processor und dem Ressource-Processor, wobei es sich jeweils um 8086er-Mikrocomputer handelt. Sie alle sind über den Multibus (nach Norm IEEE 769) verbunden und arbeiten teilweise noch mit weiteren Prozessoren zusammen, die spezielle Formatierungs- und Ein-/Ausgabejobs besorgen.

Bei Bedarf lassen sich jeweils noch ein zusätzlicher Application- und Communication-Processor hinzufügen. In späteren Versionen des Systems iTPS will Intel statt der 8086er-Mikros die erheblich leistungsfähigeren Prozessoren der Serie 286 einsetzen.

Doch nicht allein die Hardware bestimmt den iTPS, auch softwareseitig ist laut Intel einiges getan worden, um dem Entwickler Arbeiten, die nicht unmittelbar die Anwendungssoftware betreffen, möglichst vom Leibe zu halten. So bietet Intel in Lizenz der Informatics Inc. ein "Terminal Applications Processing System" (TAPS) an, das als Systemsoftware-Paket eng mit dem iRMX-86-Betriebssystem verknüpft wurde und das aus dem iTPS ein leistungsfähiges Transaction-Processing-System machen soll, wie Intels System-Applikationsingenieur Dr. Klaus Diebenbusch hofft.

Auch ohne Einsatz von iTAPs bietet der neue Systembaustein eine Reihe von Hochsprachen wie Fortran, Pascal oder Cobol. Systementwicklungshilfen wie Editoren, Compiler, Linker, Debugger und Programme zu Dokumentationserstellung existieren gleichfalls. Für den Datentransfer hat man die Wahl zwischen verschiedenen Schnittstellen - vom simplen RS-232 C über Ethernet bis zur 2780/3780-RJE-Emulation.

Intel selber bietet für iTPS eine Reihe von Peripheriegeräten an: intelligente Terminals, Drucker und Speichereinheiten aller Art. Somit läßt sich das neue System sowohl als Standalone-Computer als auch innerhalb eines Etherhet-Verbundes einsetzen. Ein Einsatz als Satellitenrechner mit einem Host ist möglich.

Ein Beleg für den immer noch ungebrochenen Trend zur steten Miniaturisierung elektronischer Bauelemente ist die Ankündigung eines Intel-Sprechers, schon in etwa einem Jahr wolle man die Funktionen, die heute der iTPS erfüllt, einem einfachen Board übertragen.

In späteren Jahren sei sogar mit einem Chip zu rechnen, der dann all das können soll, was heute im iTPS noch den Raum eines kleinen Kühlschranks beansprucht.

Egon Schmidt, CW-Mitarbeiter