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02.11.2015 - 

Systemhaus bestserv

Transformation zum Cloud-Provider

Alexander Roth leitet als Geschäftsführer die Geschicke und die Redaktion von Evernine. Der mit Prädikatsdiplom ausgestattete Volkswirt wechselte 2004 in die Medienbranche, wo er zuerst beim Wirtschafts- und Polittalksender Air America Radio in New York City in der Recherche tätig war und in einem weiteren Schritt, wieder zurück in Deutschland, eine zweijährige Festanstellung beim Computerzeitschriftenverlag IDG (u.a. PC Welt, Computerwoche, ChannelPartner) inklusive Volontariat absolvierte. Auch ein Besuch der Akademie der Bayerischen Presse (ABP) gehörte zu seiner Ausbildung. 2007 gründete der heute 36-jährige Münchner das Redaktionsbüro Alexander Roth, das er zwischen 2010 und 2011 in die Evernine GmbH umwandelte.

2011 beschließt bestserv, erstmals mit dem Office-365-Vorgänger BPOS eine Public-Cloud-Lösung anzubieten. Im Interview erläutert Frank Geus, Geschäftsführer der bestserv GmbH, wie er über die vergangenen vier Jahre die Transformation zum Cloud-Anbieter durchgeführt hat.

Herr Geus, Sie führen seit 2011 die Cloud-Lösungen von Microsoft. Was waren die Gründe für den Einstieg?

Geus: Wir waren immer schon lösungs- und paketorientiert und haben in Services gedacht. Uns war bewusst, dass Cloud-Lösungen die Zukunft gehören wird und haben Office 365 und Azure als eine Riesenchance gesehen, unser Portfolio zu ergänzen. Veränderungen sehen wir als Herausforderung und nicht als Bedrohung.

Aber geht Ihnen nicht auch eigenes Geschäft verloren?

Geus: Die Lizenzen waren schon damals nur Mittel zum Zweck, unsere eigenen Produkte zu verkaufen. Heute betreiben wir auf unseren Rechenzentrumsflächen spezielle Lösungen mit Services, die exakt auf den Kunden zugeschnitten sind. Entscheidend ist dabei oft die regionale Nähe. Dafür ist der Kunde auch bereit, mehr zu bezahlen als für eine Public-Cloud-Lösung. Für viele Kunden wiederum ist es aus eigener Kostenbetrachtung unsinnig, eine Lösung aus unserem Rechenzentrum anzubieten. Das machen wir mit den Microsoft-Cloud-Produkten. Die Umsätze verschieben sich und wir haben dazugewonnen.

Wie weit haben Sie die Cloud-Lösungen in Ihr Portfolio integriert?

Geus: Seit einem Jahr prüfen wir immer, ob wir eine neue Anforderung eines Kunden nicht auch in der Cloud abbilden können. Dann überlegen wir uns Alternativen dazu - von On Premise über Privat Cloud und hybrider Installation bis hin zur Public Cloud. Dann kann der Kunde entscheiden.

Nutzen Sie selbst die Cloud-Produkte?

Geus: Klar, sonst können sie sie auch nicht verkaufen. Wir nutzen heute selber Office 365 und Azure über die internen Use Rights, die Microsoft seinen Partnern bietet. Dadurch treten wir viel klarer beim Kunden auf. Zudem kommen die Cloud-Lösungen mit der Praxis ganz anders bei den Mitarbeitern an. Ich kann nur jeden Partner empfehlen, die Lösungen zu nutzen.

Wie haben Sie ihre Mitarbeiter geschult?

Frank Geus, Geschäftsführer der bestserv GmbH: "Wir nutzen heute selber Office 365 und Azure über die internen Use Rights."
Frank Geus, Geschäftsführer der bestserv GmbH: "Wir nutzen heute selber Office 365 und Azure über die internen Use Rights."
Foto: bestserv

Geus: Wir haben zunächst einem Mitarbeiter mit innovativer Denke den Hut aufgesetzt. Er hat sich als erster mit den Cloud-Produkten auseinander gesetzt. Dann haben wir fünf von unseren zwölf Mitarbeitern an den Programmen von Microsoft teilnehmen lassen. Dabei hat uns Microsoft massiv unterstützt mit Schulungen. Wir hatten auch über das SureStep-Programm einen Betreuer bekommen, der speziellen Support bereitgestellt hat. So etwas erleichtert gerade die ersten Cloud-Projekte enorm. Mittlerweile sind alle fünf Mitarbeiter Office 365-zertifiziert und Azure-affin und wir verfügen über weitreichende Cloud- und Data Center-Kompetenzen.

Dennoch: Die Hälfte der Mannschaft schulen, das ist ein ganz schönes Invest.

Geus: Natürlich muss sich das rechnen, das dauert seine Zeit. Aber was wir jetzt schon merken: Mit Cloud-Lösungen gibt es wesentlich weniger Support-Anfragen und der Aufwand für Troubleshooting sinkt, es ist ruhiger geworden im Unternehmen. Uns bleibt mehr Zeit, uns auf Kunden und Projekte zu konzentrieren. Wir bekommen eine ganz andere Schlagzahl.