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01.12.2000 - 

Astro-Architektur soll 2002 auf den Markt kommen

Transmeta arbeitet an neuer Prozessorgeneration

MÜNCHEN (CW) - Mit einer neuen CPU-Architektur will Prozessorhersteller Transmeta die Leistung seiner Chips bis zum Jahr 2002 verdoppeln. Kritiker warfen der kalifornischen Chipschmiede in den letzten Monaten wiederholt vor, die "Crusoe"-Prozessoren könnten in ihrer Leistung nicht mit den Produkten der Konkurrenz mithalten.

Die neue Prozessorarchitektur von Transmeta wird auf einer Very-Long-Instruction-Word(VLIW-)Architektur mit 256 Bit basieren. Bislang arbeiteten die Crusoe-Chips mit einer 128 Bit breiten VLIW-Basis. Von dem neuen Design verspricht sich der Hersteller eine Verdoppelung der CPU-Leistung, da mit 256 Bit acht Instruktionen statt wie bisher vier in einem CPU-Taktzyklus abgearbeitet werden können.

Ed McKernan, Marketing-Director der in Santa Clara ansässigen Prozessorschmiede, vergleicht die unter dem Codenamen "Astro" laufende Zukunftsarchitektur mit einem V8-Motor im Gegensatz zu einer V4-Maschine, die das gegenwärtige Design darstellen soll. Die Entwickler, die an der neuen Crusoe-Generation arbeiten, würden ferner darauf achten, den künftigen Chips möglichst wenige Transistoren hinzuzufügen, um auch in Zukunft den Stromverbrauch niedrig zu halten.

Auch die Taktraten sowie die Größe des Prozessorkerns werden überarbeitet, erklärt McKernan. Während der aktuelle "TM5600" mit einer Taktrate von 700 Megahertz arbeitet und in der 0,18-Mikrometer-Technik hergestellt ist, soll bereits der "TM5800", der Taktraten zwischen 800 und 900 Megahertz anvisiert, in der 0,13-Mikrometer-Technik hergestellt werden. Für die künftigen Astro-Chips rechnen die Verantwortlichen bei Transmeta mit Geschwindigkeiten von etwa 1,4 Gigahertz.

Mit dieser Roadmap bekräftigt Transmeta sein "True-Mobility"-Konzept. Laut McKernan adressiert sein Unternehmen mit den Crusoe-Prozessoren in erster Linie das Segment der Ultraleicht-Notebooks. Dieser Markt, in dem es mehr auf längere Batterielaufzeiten als auf CPU-Leistung ankomme, biete auch das vielversprechendste Wachstumspotenzial im Mobilrechner-Geschäft.

Die Stromsparbedürfnisse der Anwender haben mittlerweile jedoch auch die Konkurrenten erkannt. So will Intel Anfang nächsten Jahres einen auf 500 Megahertz getakteten mobilen Pentium-III-Chip herausbringen, der mit einer Spannung von weniger als einem Volt auskommen soll. In der zweiten Jahreshälfte 2001 sollen dann CPU-Versionen mit 800 Megahertz folgen.