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25.08.2000 - 

Vaio-Notebook mit Crusoe-CPU kommt im Herbst

Transmeta gewinnt Sony als Kunden für neues Chipdesign

MÜNCHEN (CW) - Die kalifornische Technikschmiede Transmeta konnte den ersten großen Computerhersteller für ihr Strom sparendes Chipdesign gewinnen. Noch in diesem Herbst will Sony ein Subnotebook seiner "Vaio"-Familie mit "Crusoe"-Prozessor präsentieren.

Auf der Jagd nach namhaften strategischen Partnern im Notebook-Markt ist der kalifornischen Technikschmiede Transmeta der erste große Fisch ins Netz gegangen. Ausschlaggebend für die Entscheidung des japanischen Konzerns Sony, im Nachfolgemodell des Subnotebooks "Vaio C1" den Crusoe-Chip von Transmeta einzusetzen, ist der bescheidene Energieverbrauch der viel diskutierten CPU. Der neue Vaio C1 soll zunächst in Japan, in den USA sowie im asiatisch-pazifischen Raum auf den Markt kommen. Ende dieses Jahres wird er laut Sony auch in Europa erhältlich sein.

Über Details bezüglich Modell und Taktrate der verwendeten Transmeta-CPU hält sich Sony vorerst bedeckt. Ziel sei es, die Akkulaufzeit des neuen Vaio-C1-Modells mit Hilfe des Transmeta-Chips gegenüber der seines Vorgängers (1,5 bis zwei Stunden) zu verdoppeln. Die Crusoe-CPUs, die mit Taktraten zwischen 500 und 700 Megahertz erhältlich sein werden, emulieren Befehlssätze von existierenden Prozessordesigns (etwa Intels x86) per Software. Diese übersetzt die Instruktionen für die VLIW-Engine (VLIW = Very Long Instruction Word) des Crusoe-Chips und passt Leistung und Energieverbrauch der CPU dynamisch den Anforderungen der jeweiligen Applikation an.

Wie der Brancheninformationsdienst "Asiabiztech" berichtet, hält Sony die Leistung des Crusoe für vergleichbar mit der eines Pentium III mit 400 Megahertz. Wohl nicht zuletzt aus Rücksicht auf Partner Intel gibt sich Sony Europe diesbezüglich zurückhaltender: Die Vergleichstests seien noch nicht abgeschlossen. Laut "Asiabiztech" haben die Japaner außerdem die (von Intel angezweifelte) x86-Kompatibilität des neuen Chips bestätigt. Ferner, so der Branchendienst, spiele Sony mit dem Gedanken, eine eigene, auf Vaio-C1-Subnotebooks angepasste Version des Crusoe-Chips entwickeln zu lassen. Auch zu diesen Behauptungen wollte Sony Europe vorerst nicht Stellung nehmen.

Unterstützung durch die InvestorenDie Entscheidung des Computerherstellers für Transmeta kommt nicht von ungefähr. So gehört Sony zu einer Gruppe von Geldgebern, die zuletzt im Frühjahr 88 Millionen Dollar in das kalifornische Startup-Unternehmen investiert hat. Ebenfalls beteiligt sind unter anderem Compaq, AOL und Gateway.

Transmeta hat inzwischen einen dritten Crusoe-Prozessor angekündigt: Presseberichten zufolge bietet der Chiphersteller mit dem "TM5600" eine CPU, die nicht wie das Crusoe-Modell "TM5400" für Mini-Notebooks konzipiert, sondern auf den Einsatz in Notebooks ausgelegt ist. Grundsätzlich soll der neue Prozessor dieselben Funktionen wie der TM5400 bieten, jedoch über den doppelten Level-2-Cache verfügen.