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17.11.2000 - 

IT im Gesundheitswesen/Kommentar

Transparenz auch für Patienten

Kassen, Kosten und Kontrolle - ach ja, da war doch noch was: Kranke! Doch die geraten im gebetsmühlenhaften Gerede der Standespolitiker und IT-Marketiers unter die Räder. "Zeit für die Pflege" ist die Währung, mit der Ärzte belohnt werden sollen, wenn sie mit Hilfe von Informa-tionstechnik kostentransparent und -günstig arbeiten. Auch den Kliniken stehen bessere Zeiten ins Haus, wenn sie wie normale Wirtschaftsunternehmen informationstechnisch unterstützt komplexe Prozesse optimieren, diagnostische und therapeutische Verfahren automatisieren, ihre "Profit-Center" kontrollieren etc..

Was die Krankenhäuser indes von Standardunternehmen unterscheidet, ist ihre Kundschaft, der Patient. Nur zu oft ist er das schwächste Glied der Prozesskette, die Gesundheitswesen heißt. Nicht er persönlich erscheint als der umworbene Kostenträger, sondern seine Kasse, nicht für ihn bemüht man sich um Kostentransparenz. Er muss einem Procedere vertrauen, das zwar ihm gewidmet ist, das er aber weder im Medizinischen noch im Finanziellen überschauen, geschweige denn kontrollieren kann. Es geht um sein Leben und sein Geld, doch ist der mündige Patient, in Analogie zum hofierten mündigen Kunden der Wirtschaft, tatsächlich eher unerwünscht.

Pseudonymisiert erscheint er als mehr oder weniger abweichender Mittelwert auf den Skalen der Krankenkassen oder in den Tabellen vernetzter Forschungsgremien, die den globalen Health-Care-Markt aufbereiten sollen. Muss das so sein?

Ob man nicht den Patienten mehr ins Zentrum der Informationsbemühungen stellen sollte, um seine Selbstverantwortlichkeit zu stärken, darüber lohnt es sich nachzudenken. Ob sich das rechnet? Informierte Patienten sind schon heute, so fortschrittliche Kassen, diejenigen Mitglieder, die die Solidargemeinschaft am wenigsten belasten.bi