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14.11.1997 - 

Anwenderschulung/Kommentar

Transparenz erwünscht

IT-Trainingsanbieter verweisen immer gerne auf eine Zahl von IDC, wenn von der Entwicklung des Schulungsmarktes die Rede ist. Die amerikanischen Marktforscher gehen davon aus, daß sich der Umsatz beim Computerausbildungs-Geschäft bis zur Jahrtausendwende auf 25 Milliarden Dollar weltweit mehr als verdoppeln wird.

Wenn es konkret wird, setzt das Gejammere ein. Der Q-Verband, in dem sich zahlreiche in Deutschland aktive Anbieter beruflicher Weiterbildung zusammengetan haben, hat die einzige hiesige Messe zu diesem Thema, die "Qualifikation", unter anderem mit der Begründung abgesagt, seinen Mitgliedern gehe es miserabel, weil die Unternehmen zuwenig in die Schulung ihrer Beschäftigten investierten.

Die Wahrheit liegt wie immer in der Mitte. Von der Nachfrage her gesehen hat IDC sicher recht, wenn es ein starkes Wachstum des IT-Trainingsgeschäftes vorhersagt. Der IT-Markt boomt, für immer mehr Mitarbeiter wird es eine selbstverständliche Pflicht, mit dem Rechner umgehen zu können. Dementsprechend hoch ist der Bedarf, die Beschäftigten für die künftige Informationsgesellschaft fit zu machen.

Allerdings sind die Anwender nicht immer sehr erbaut von dem, was ihnen die Seminaranbieter zu präsentieren haben. In einer Studie der Aberdeen Group im Auftrag von Hewlett-Packard artikulieren die potentiellen Kundenfirmen ihre Bedürfnisse. Sie erwarten eine auf die eigenen Mitarbeiter zugeschnittene Just-in-time-Schulung. Darüber hinaus wünschen sie sich ein klarer differenziertes, transparentes Angebot der Trainingshäuser. Zu oft wird einfach ein Bauchladen aufgeklappt und mit pauschalen Tagessätzen gearbeitet, von denen niemand so genau weiß, wie sie sich zusammensetzen. Wundert es da noch, daß Anwender mißtrauisch werden und sich überlegen, Schulung so weit wie möglich in Eigenregie zu organisieren?hk