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05.04.1996 - 

Workgroup und Workflow/

Transporter fuer trojanische Pferde

Nein, wir werden hier nicht noch einmal den Satz von den Schnellen und den Toten zitieren. Wir wollen auch nicht schon wieder darauf hinweisen, dass es im Zeitalter globaler Maerkte und Unternehmen das Ausmass und die Geschwindigkeit des Informationszugriffs sind, was die Sprinter von den potentiellen Leichen unterscheidet.

Zur Abwechslung beschaeftigen wir uns mit einem fuer Hochglanzbroschueren weniger geeigneten Thema: den Sicherheitsrisiken, die der schnellen und weltumspannenden Kommunikation innewohnen. Nun ja, so schnell und weltumspannend muss sie nicht einmal sein, um ungebetene Gaeste anzulocken. Doch mit dem standortuebergreifenden Informationsfluss potenzieren sich die Probleme: Die ausgetauschten Daten werden interessanter, die Moeglichkeiten fuer einen unberechtigten Zugriff mannigfaltiger. Wohl dem, der sich auf die Sicherheitsmechanismen seiner Kommunikationssoftware verlassen kann!

Das Groupware-Produkt "Lotus Notes" galt in dieser Beziehung als ein sanftes Ruhekissen. Im Gegensatz zu den wilden Weiten des Internet schliesst es einen verbindlichen Standard fuer die Informationsverschluesselung ein. Um so besser, dass der Anbieter auf die Frage: Notes oder das Internet? neuerdings mit einem definitiven "Sowohl als auch" antwortet.

Just in diesem Augenblick stuelpt ein kleines Hannoveraner Software-Unternehmen die Taschen des Notes-Anzugs um und offenbart der staunenden Anwendergemeinde ein paar haessliche Loecher. Mit der Entschuldigung, die seien bereits in den Stoff eingewebt, stiehlt sich Lotus zunaechst einmal aus der Verantwortung und raet den Anwendern, einfach nichts mehr in die Taschen zu stecken. Aber wir haben uns den Anzug gerade wegen der Taschen gekauft, schmollen die Kunden.

Und dann gibt es da noch die, fuer die das alles kalter Kaffee ist - und die vermeintliche Enthuellung am Ende sogar eine PR-Kampagne des Lotus-Konkurrenten Microsoft. Den allerdings trifft es genauso: Sein "Internet Explorer" getaufter WWW-Browser sowie der in Kuerze erwartete "Exchange Server" eignen sich im selben Masse wie Notes als Trans- porter fuer trojanische Pferde. Der einzige Unterschied: Die Microsoft-Produkte haben noch keinen nennenswerten Marktanteil; geschweige denn gelten sie den Anwenderunternehmen als "strategische Investitionsentscheidung". Aber was noch nicht ist ...