Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

14.06.1991 - 

Noch zu wenige Anwendungen für " Virtual-Reality"-Produkte, aber

Transputer-Pionier engagiert sich in Sachen VR-Entwicklung

LONDON (IDG) - Iann Barron, der Gründer des Halbleiter-Produzenten Inmos und Erfinder des Ein-Chip-Transputers, ist wieder im Geschäft. Jetzt beschäftigt er sich mit "Virtual Reality" (VR). Der Pionier und heutige Chairman des englischen Unternehmens Division hat kürzlich ein Entwicklungssystem für VR-Software angekündigt, für das er nun amerikanische oder japanische Geldgeber sucht.

Divison hat nach 18 Monaten Entwicklungszeit "Provision" vorgestellt, ein Entwicklungssystem, daß sich Clustern von parallel arbeitenden Prozessoren und des Betriebssystems "Distributed Virtual Environment System" (DVS) bedient, um verschiedene Sinneseindrücke (Sehen, Fühlen, Hören) in VR-Anwendungen zu koordinieren. Zwar wählte Barron Intels RISC-Chip i860 als Hardwarebasis, aber der Entwickler erklärte, daß das 26 000 Dollar teure System im Prinzip Hardwareunabhängig arbeite.

Außerdem hat Division die Distribution für VR-Display-Helme und Datenhandschuhe von der amerikanischen Firma VPL übernommen. Die englischen VR-Visionäre wollen bereits in diesem Jahr mit Beratung in ihrem Spezialgebiet einen Umsatz von rund 500 000 Dollar generieren.

"Es gibt erst einige wenige Unternehmen, die mit VR spielen", erklärte Barron das Motiv für sein Engagement. Außerdem dächten die meisten Menschen bei virtueller Realität nur an Leute, die mit komischen

Handschuhen verrückte Bewegungen machen. Dabei könnten aus der von ihm angestrebten Kombination von Stereo-Grafik und -Sound sowie vollem Berührungs-Feedback (Tactile Feedback) durchaus sinnvolle Applikationen entstehen. Barron hat bisher Anwendungsfelder in der Architektur, der Molekular-Modulation, dem Fahr- und Flugzeugdesign und in der Weiterentwicklung von bestehenden Anwendungen wie der Flugsimulation ausgemacht.

Noch sucht man allerdings Geldgeber für das ehrgeizige Projekt. Barron und sein Managing Director, Charles Grimsdale, werden in den nächsten Wochen Japan und die USA bereisen, um Partner in der Industrie zu finden und neue Geldquellen aufzutun.