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Cisco-Lösung soll Bandbreiten-Verbrauch in Grenzen halten

Travelers wendet sich von IBMs "Source Routing"-Protokoll ab

13.07.1990

HARDFORD (IDG) - Kopfzerbrechen bereitet dem Versicherungsunternehmen Travelers Insurance Co. derzeit die Verbindung von Token-Ring-Netzen. Probleme gibt hier IBMs Source-Routing-Protokoll für LANs auf, das durch seinen Overhead die Bandbreite von großen Wide-Area-Networks unterminiert und somit die Leistung beeinträchtigt.

Bei der amerikanischen Versicherungsgesellschaft sucht man mittlerweile nach Alternativen, um Hunderte von lokalen Netzten in Schwung zu halten. Zur Funktionsweise des jetzt implementierten Protokolls ist zu sagen, daß dieses Verfahren Suchmitteilungen generiert, um eine Session zum LAN-Brückenschlag aufzubauen. Die jeweilige Nachricht mit einer Länge zwischen zwei und 18 Bytes beinhaltet Informationen, wie Bridge-, Ring- und Identifikations-Nummer. Nach Angaben von Robin Layland, Berater im Bereich Network-Engeneering und Telekommunikation bei Travelers, hat der Anwender mit einem gemischten Netzwerk-Verbund aber das Nachsehen - aufgrund der sich reproduzierenden Messages. Dies sei insbesondere dann der Fall, wenn im Rahmen einer solchen Konfiguration IBMSs SNA-Architektur unterstützt werde.

Bei Travelers sind gegenwärtig mehr als 50 Token-Ring-LANs mittels Source-Routing-Bridges von IBM miteinander verbunden. Die Versicherungsgesellschaft geht in ihren Planungen davon aus, daß auf die Dauer mehr als 200 eigene Token-Ring-Netze über Gateways kommunizieren.

Bei der IBM-Lösung ist mehr Bundbreite nötig

Nach weiteren Angaben von Layland benötigt man im Falle eines Festhaltens an der IBM-Lösung mehr Bandbreite, da die Source-Routing-Messages zuviel von der zur Verfügung stehenden Kapazität verschlingen. Die Versicherung startete mit 56-Kbit/s-Leitungen, die jedoch zunehmend durch T1-Hochgeschwindigkeits-Verbindungen abgelöst werden müssen.

IBM selbst rät im Hinblick auf die konstatierten Schwierigkeiten dazu, durch die Netzwerk-Konfigurierung mit Parametern, wie beispielsweise Transaktionsraten oder "Blockaden", die Verdoppelung von Messages in Grenzen zu halten und somit auch die Durchsatzleistung zu verbessern.

Eine bessere Alternative, für die man sich auf die Dauer auch wohl entscheiden wird sieht Travelers offenbar in einem Protokoll-Router von Cisco Systems. Diese Komponente nimmt einen kontinuierlichen Update von Informationen vor, so daß nicht bei jedem Session-Start Mitteilungen abgeschickt werden müssen, um die jeweils beste Route ausfindig zu machen. Der Cisco-Router setzt SNA-Daten in TCP/IP-Formate um, wodurch sich die Performance um 15 bis 35 Prozent erhöhen läßt. Auf diese Weise können nach Meinung von Layland deutlich mehr LANs ohne Overhead integriert werden.

Dennoch weist auch diese Lösung Mankos auf. Nach Angaben der IBM führt nämlich die Umsetzung von SNA auf TCP/IP zu einem neuerlichen Mehraufwand. Dieser fällt jedoch laut Cisco geringer aus als bei Einsatz des IBM-Protokolls.