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24.04.1998 - 

Trendwende erst im zweiten Halbjahr erwartet

Trendwende erst im zweiten Halbjahr erwartet Nach Gewinneinbrüchen streicht die Intel Corp. 3000 Stellen

Der Gewinn des Halbleiterkonzerns ist im ersten Quartal 1998 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 Prozent auf rund 1,3 Milliarden Dollar zurückgegangen.Pro Aktie ergab sich ein Profit von 0,72 Dollar (Vorjahr: 1,10 Dollar).Der Umsatzrückgang fiel mit sieben Prozent auf sechs Milliarden Dollar zwar weniger gravierend aus, als das Unternehmen noch im März prognostiziert hatte.Gleichwohl rechnen Firmenvertreter für das zweite Quartal 1998 mit einem ähnlich schlechten Ergebnis.

"Die PC-Industrie hat sich selbst überholt"

"Das war ein enttäuschendes Quartal", kommentierte Firmenchef Andy Grove.Der CEO, der sein Amt im Mai dem derzeitigen President und Chief Operating Officer Craig Barrett übergibt, führte die Einbußen vor allem auf die schwächere Nachfrage nach PCs und sinkende CPU-Preise zurück: "Die PC-Industrie scheint sich selbst überholt zu haben."

Intels Finanzchef Andy Bryant geht davon aus, daß sich die Situation für den Hersteller so lange nicht wesentlich verbessern wird, wie die PC-Hersteller die überhöhten Lagerbestände in den Vertriebskanälen nicht abbauen könnten.Es sei damit zu rechnen, daß im laufenden zweiten Quartal ein ähnlich schwaches Geschäftsergebnis oder gar ein weiterer Rückgang zu verzeichnen sei.Offenbar als Folge dieser Entwicklungen kündigte der Konzern an, innerhalb der nächsten sechs Monate die Anzahl der Mitarbeiter um 3000 zu kürzen.Der derzeitige Personalstand von weltweit rund 63000 Mitarbeitern wird um fünf Prozent verringert.Der Abbau solle überwiegend durch Nichtbesetzung frei werdender Stellen realisiert werden, so die Angaben.Gleichwohl müsse an verschiedenen Standorten auch mit Entlassungen gerechnet werden.Intel hatte schon zu Beginn des Jahres 1998 insgesamt 1100 Arbeitsplätze gestrichen.

Deutschland und Europa seien von dem Personalabbau kaum betroffen, erklärte der Geschäftsführer der Intel GmbH, Joachim Rissmann, auf Nachfrage.Zu Stellenstreichungen werde es in erster Linie in den US-Produktionsstätten kommen.In Deutschland habe man ohnehin keine Rückgänge verbuchen müssen.

Wie berichtet erhofft sich der Halbleiterkonzern vor allem durch schnellere Pentium-II-Chips und den Billigprozessor Celeron wieder ansteigende Absatzzahlen.Angesichts potenter Mitbewerber wie AMD, National Semiconductor (Cyrix) und seit kurzem verstärkt auch IBM (siehe CW Nr. 16 vom 17.April 1998, Seite 1: "Mit AMD-Hilfe rüttelt IBM...") beurteilen Analysten die Perspektiven Intels im Low-end-Segment allerdings kritisch.

Für das obere Preissegment präsentierte der Hersteller die bereits angekündigten P6-Varianten mit Taktraten von 350 und 400 Megahertz.Bei den bestehenden Produktlinien senkten die Kalifornier nicht zuletzt wegen des wachsenden Marktdrucks die Preise zwischen 15 und 35 Prozent.So kostet etwa der mit 333 Megahertz getaktete Pentium II bei einer Abnahme von 1000 Stück statt 722 Dollar nur noch 492 Dollar.