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Kein Geld mehr für die Entwicklung

Tricord gibt das Geschäft mit Superservern auf

28.02.1997

Tricord, so weitere Informationen, wird die mit Pentium-CPUs arbeitenden "Powerframe"-Server noch bis Ende dieses Jahres vertreiben. Ausgelieferte Systeme sollen für einen noch nicht festgesetzten Zeitraum weiter unterstützt werden.

Mit dieser Entscheidung steigt Tricord de facto aus dem Server-Markt aus. Das Unternehmen gehörte neben Netframe und Parallan zu den Unternehmen, die sich Anfang der 90er Jahre einen Namen mit sogenannten Superservern machten. Kennzeichen der Maschinen war, daß sie auf Standardkomponenten des Marktes wie Intel-CPUs, allgemein gebräuchliche Festplatten etc. zurückgriffen. Eigentlich handelte es sich um extrem leistungsfähige PC-Systeme. Diese allerdings verfeinerten die drei Anbieter durch auf Server zugeschnittene besondere Leistungsmerkmale. Insbesondere entwickelten sie ausgefallene und hochleistungsfähige I/O-Subsysteme und spezielle Busarchitekturen.

In dem Maße allerdings, in dem sehr viel größere und finanzkräftigere Unternehmen wie beispielsweise Compaq und erst recht die IBM oder HP das Geschäft mit PC-Servern ernst nahmen und mit eigenen Entwicklungen auf den Plan traten - oder sich, wie die IBM bei Parallan, zumindest vorübergehend, Know-how von den Superserver-Herstellern einkauften -, verloren die drei Exoten ihr Alleinstellungsmerkmal.

In Deutschland hatte die Firma Memorex Telex die Tricord-Server seit Januar 1993 eine Zeitlang unter der Bezeichnung "8630", "8640" und "8650" vertrieben. Zunächst wollte Tricords US-Mutter hierzulande zusammen mit der Kölner Computer Partner Team GmbH eine Tricord GmbH gründen.