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12.06.2006 - 

Kolumne

Triple Play braucht handfeste Vorteile

Was heißt das überhaupt, dreifaches Spiel? Während die großen TK-Anbieter darin den letzten Hoffnungsträger für den Erhalt ihrer Umsätze sehen, wissen große Teile der Bevölkerung überhaupt noch nicht, was Triple Play ist: die Kombination von Telefon, Datenübertragung und TV.

Im Privatkundengeschäft dürfte nur das viel zitierte hochauflösende Fernsehen (HDTV) den Breitbandhunger so anfachen, dass die dicken Leitungen für den Konsumenten attraktiv werden. Warum sonst sollte er umrüsten? Die neue Technik muss schon Vorteile bieten und nicht nur mehr vom Gleichen liefern. TV-Soaps morgens statt abends zu senden, wie Vodafone das jetzt tut, um Handy-TV verlockend zu machen, dürfte für einen Andrang auf das neue Angebot nicht ausreichen. Ebenfalls nur wenig beschleunigend dürfte die Übertragung von Bundesligaspielen per IP-TV auf den Triple-Play-Zug wirken. Bundesliga gibt es auch per Kabel und per Satellit.

Während der Privatmensch nur schwer hinter dem häuslichen Ofen hervorzulocken ist, bietet Triple Play für Unternehmen durchaus Vorteile. Es brächte ihnen endlich eine einheitliche Kommunikationsinfrastruktur, geringere Übertragungs- und Administrationskosten, und es ließen sich neue Anwendungen einrichten. Hört man sich in der Anbieterszene um, könnten in Unternehmen schon bald Videokonferenzen und E-Learning ihren zweiten Frühling erleben und andere multimediale Collaboration-Tools entstehen. Voraussetzung für den Erfolg in diesem Umfeld ist allerdings auch hier der direkte Vorteil, den Unternehmen daraus ziehen können. Triple Play muss also wirklich preiswerter sein oder beim Geschäftemachen helfen, damit Firmen darauf umsteigen. Multimedia-Träume reichen da nicht aus.

Ob und vor allem ab wann sich das Abenteuer Triple Play für die TK-Carrier rentiert, ist noch keineswegs ausgemacht. Vor zehn oder sogar noch vor drei Jahren wäre die Zeit, die Triple Play zum Durchbruch braucht, nicht so wesentlich gewesen, doch inzwischen stehen die TK-Anbieter wegen der wegbrechenden Umsätze aus der Festnetztelefonie unter enormem Druck. Sie müssen neue Einnahmequellen erschließen, und zwar schnell. Bei dieser Suche kann es schon mal passieren, dass man sich verirrt und etwas für den Zukunftsweg schlechthin hält, nur weil er begehbar aussieht.

Diese Kolumne finden Sie auch im Blog der computerwoche unter blog.computerwoche.de. Dort können Sie Ihre Meinung abgeben und sofort veröffentlichen. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare.