Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

01.08.1986 - 

Kartellamt stimmt der Aktienübertragung zu:

Triumph-Adler geht endgültig an Olivetti

BERLIN (CW) - Der Handel zwischen Ing. C. Olivetti & Co. SpA., Ivrea, und der Volkswagen AG in Wolfsburg ist perfekt: Das Bundeskartellamt in Berlin hat den geplanten Aufkauf der VW-Anteile von 98,4 Prozent an der Triumph-Adler AG (TA) durch eine Tochtergesellschaft der Olivetti genehmigt.

Nach Ansicht der obersten bundesdeutschen Schiedsbehörde erreichen die Unternehmen durch den Zusammenschluß keine marktbeherrschende Stellung. Es gebe bei beiden Unternehmen Übereinstimmungen im Bereich der Schreibmaschinen, der Personal Computer, Bürokopierer, Drucker sowie Tisch- und Taschenrechner, so Hubertus Schön vom Bundeskartellamt. Besonderes Augenmerk legten die Berliner bei ihrer Prüfung auf die Bereiche Bürokopierer, Personal Computer und Schreibmaschinen. In der Sparte der Bürokopierer hätten TA und Olivetti zusammen unter zehn Prozent Marktanteil. Bei den professionellen Personal Computern hieße der Marktführer mit 33 Prozent IBM. Olivetti hielte hingegen zehn und TA nur drei Prozent vom Gesamtmarkt.

Schön weiter: "Der kritische Bereich schienen die Schreibmaschinen zu sein. Hier haben Triumph-Adler und Olympia stets zwischen 26 und 29 Prozent. IBM liegt bei zehn und Olivetti unter zehn Prozent. Das Bundeskartellamt geht aber davon aus, daß auch nach dem Zusammenschluß ein wesentlicher Wettbewerb mit ständig wechselnden Marktanteilen zwischen großen, internationaltätigen Unternehmen besteht. Diese Annahme beruht darauf, daß Olympia als Tochter von Daimler-Benz ebenso wie IBM und Triumph-Adler/Olivetti etwa gleich finanzkräftig ist. Dadurch ist ein Preis- und Innovationswettbewerb gegeben. Hinzu kommt: Die Japaner drängen ganz massiv mit Billigprodukten auf den Markt. Bei den Innovationen zeichnet sich vor allem eine Entwicklung hin zur Datenverarbeitung ab."

Das Volkswagenwerk, die bisherige TA-Muttergesellschaft, übernimmt fünf Prozent der Aktien von Olivetti. Am 10. April hatten beide Konzerne sich bereits darauf geeinigt, daß sie künftig in den Bereichen Kleincomputer eng zusammen arbeiten wollen. Danach folgte der Gang zum Bundeskartellamt.

Nach Aussagen eines Pressesprechers bei VW behalten TA und die Italiener eine eigenständige Produktionspalette bei Schreibmaschinen, Personal Computern und Kleincomputern sowie jeweils ihr eigenes Vertriebsnetz. Zusammenarbeit gebe es dagegen in den Bereichen Forschung und Entwicklung. Triumph-Adler äußerte sich fast gleichlautend. Dagegen sah sich der nach eigenen Angaben größte europäische Informatikkonzern Olivetti nicht in der Lage, eine Stellungnahme abzugeben. Begründung: Bis zum 18. August seien noch Betriebsferien.