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29.06.1990 - 

Vorstandschef Tatò will in Nürnberg bleiben

Triumph-Adler schließt das Jahr erneut mit Gewinn ab

29.06.1990

NÜRNBERG (see) - Die Nürnberger Olivetti-Tochter Triumph-Adler AG (TA) meldet für 1989 (Abrechnungsjahr gleich Kalenderjahr) das zweite positive Ergebnis in Folge: Der operative Gewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 7,5 Millionen auf 10,5 Millionen Mark, während der Umsatz um acht Prozent auf 644,3 Millionen Mark zunahm.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (1988: drei Millionen Mark) wuchs durch den Verkauf eines Gebäudes in Frankfurt auf über 101 Millionen Mark; hieraus resultiert ein Netto-Jahresergebnis von 73 Millionen Mark. Im laufenden Geschäftsjahr bis zum 31. Mai konnte der Büroausrüster nach den Worten des Vorstandschefs Francesco Tatò das Geschäftsvolumen noch einmal gegenüber dem Vorjahres-Zeitraum um 33 Prozent auf 291 Millionen Mark steigern. Den bisherigen Gewinn gab Tatò mit 15 Millionen Mark an.

Der PC-Absatz - TA bietet einen 286er, einen 386er Tower sowie Laptops mit 286- und 386SX-Prozessor an - konnte nach Unternehmensangaben vervierfacht werden: Von den insgesamt 23 000 abgesetzten Personal Computern stammten, so Tatò, rund 22 000 aus eigener Produktion. Dieser Bereich und die Komponentenfertigung

hätten die Umsatzrückgänge aufgefangen, die bei professionellen Schreibmaschinen und Minicomputern (nur noch im OlivettiVertrieb) sowie durch den Verkauf der Kfz-Elektronik an Siemens auftraten.

Rote Zahlen schrieb dagegen die amerikanische TA-Tochter. Ein Umsatzschwund bei Eigenprodukten sowie Lieferengpässe bei Handelswaren verhinderten die Kostendeckung. Die Büromaschinen-Aktivitäten wurden hier mit denen von Olivetti zusammengefaßt; TA ist mit 15 Prozent beteiligt. Auch für das Geschäft in Australien konnte Tatò keine Rückkehr zur Break-even-Linie bekanntgeben.

Vor der Presse in Nürnberg verwahrte sich der TA-Vorstandschef gegen Gerüchte, er werde die Nachfolge von Vittorio Cassoni als Managing Director von Olivetti in Ivrea antreten. Tatò. "Das ist eine Lüge!" Unter seiner Führung sei die Olivetti-Tochter saniert worden, weshalb er gedenke, in Nürnberg zu bleiben.