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12.02.2007

Troja ist gar nicht so weit

Karl-Erich Weber, Jahrgang 1959, ist Kaufmann, Autor, freier Journalist und Redakteur. Hauptberuflich seit 1991 mit ITK und Unterhaltungselektronik befasst, schreibt er seit 1998 für unsere Redaktion. Seine ITK-Lieblingsthemen sind die News, Analysen und Projektionen aus Wirtschaft, Markt und Fachhandel sowie die Hersteller mit ihren Produkten. Zudem bloggt, kritisiert und kommentiert er leidenschaftlich Medien und Politik. 

Während es rund um uns herum Goldmedaillen regnet, die Strandcafes und Biergärten im Winter nicht mehr einräumen brauchen und auch ansonsten mehr oder weniger mediterrane Gelassenheit angesagt scheint, nutzen die Vorzeigeberliner die Zeit zwischen zwei Steuererhöhungen für die innenpolitische IT-Aufrüstung. Den Persilschein für unheimliches Rechnerausspionieren haben die neuen und alten Geheimdienste an Rhein, Isar und Spree zwar nicht erhalten, aber hält man sich auch daran?

Ob nun Rucksackbomben, Hartz IV oder die Regierung in Berlin die wahre Gefahr für die Restbestände deutscher Demokratie sind, darf gerne an den verfassungsgeschützten Stammtischen weiter diskutiert werden. Noch zumindest unbestritten ist jedoch, dass dieses Ausspionieren ja nicht von deutschem Boden ausgehen muss.

Wer sich erinnert, dass die ersten Viren und Antivirenprogramme aus den Ländern stammten, die besonders erfolgreiche Geheimdienste unterhalten, wer um den Stellenwert der Industriespionage nicht nur zwischen Nahost und West, sondern gerade zwischen West und West weiß, für den ist auch nicht neu, dass Cyberwar weniger mit Terrorismus denn mit Wirtschaft zu tun hat.

So wie die Staaten via Guantanamo ihre Justiz austricksen, könnte die IT-Stasi beispielsweise über andere abhängige Staaten oder Institutionen ihre hölzernen Pferde auf des Bundesbürgers Rechner schicken. Wenn sie es nicht schon längst tut. Jeder Regent, der Dreck am Stecken hat, will wissen, was sein Volk so über ihn redet - oder besser mailt. Das ist im 21. Jahrhundert noch genauso wie in den Jahrhunderten zuvor. Früher waren es Lauscher und Brieföffner, Maulwürfe und Schläfer, heute sind es Trojaner, Keylogger und vertrauliche Unterlagen, wie die Firewalls sämtlicher Hersteller zu umgehen sind. Information at your Fingertips!

Mein Fazit: Ein Staat wie in Orwells "1984" funktioniert nur, wenn die totale Überwachung garantiert ist! Das könnte Arbeitsplätze schaffen!

Bis demnächst, Euer Querschläger!

Der ComputerPartner-Autor "Querschläger" ist ein Fachhändler aus Rheinland-Pfalz.