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28.07.2000 - 

IT-Forschung/Kommentar

Trommeln für die Forschung

So allerlei geht einem durch den Kopf, wenn man sich im semantischen Feld rund um die aktuelle Beschwörungsformel "Technologietransfer" bewegt.

Es ist nicht neu, dass aus einem (Technologie-)Saulus ein Paulus werden kann, dass wer heute dem Internet-basierten E-Learning oder gar dem DNA-Computer das Wort redet und sich in "gesellschaftlich relevanter Position" befindet - beispielsweise in einem Forschungsministerium - dass ebendieser Alt-68er seine Karriere mit dem Kampfruf "Technologiefolgenabschätzung tut not" begann. Ganze Volkspartei-nahe Kongresse waren der überaus spitzfingrigen, "technologiekritischen" Annäherung an das Thema "Großtechnologien" gewidmet. Dabei denkt, wer heute so um die Dreißig ist, wahrscheinlich an Kernkraftwerke und die historische Anti-Atom-Bewegung. Auch darum ging es damals. Doch wurde die so genannte Großtechnologie des ISDN (Integrated Services Digital Network) oder auch Btx (Bildschirmtext) in diesen Kontext gestellt.

Beide auch für das Internet wegweisenden Technologien schwappten damals gerade über die Grenzen der Versuchslaboratorien der Häuser SEL, Siemens, aber auch AT&T oder Ericsson - nicht zu vergessen: IBM. Die technischen Bemühungen trafen auf eine in großen Teilen angstvolle, zögerliche und vermeintlich wissenschaftskritische Öffentlichkeit, die dem Computer und allem, was damit zusammenhing, sehr abweisend gegenüberstand.

Offenbar haben wir es jetzt, fast zwanzig Jahre danach, immer noch mit den Spuren dieser doch recht ideologielastigen Verteufelung zu tun, wenn heute in Deutschland - trotz aller Faszination, die junge Leute in Sachen "Technologietransfer" mitbringen - außerordentlich laut getrommelt werden muss, um der aktuellen, mit sehr vielen Steuergeldern finanzierten Forschungs- und Technologiepolitik zum Durchbruch zu verhelfen. bi