Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

18.04.1995

Trotz des aktuellen Corba-Standards Digital plant eine Ausfuehrung des Object Broker fuer MVS-User

MUENCHEN (CW) - Anlaesslich der "Object World" in San Franzisko wird die Digital Equipment Corp., Maynard, Massachusetts, ihren "Object Broker" in zwei neuen Versionen vorstellen: Kurz vor der Auslieferung steht ein Release fuer die Unix-Workstations von Silicon Graphics. Ein paar Monate spaeter will Digital der IBM auf deren eigenen MVS-Mainframes Konkurrenz machen.

Was die Konnektivitaet seiner Maschinen mit den Rechnern anderer Anbieter angeht, ist Digital Equipment offenbar immer noch fuehrend. Wie die deutsche Niederlassung in Muenchen bestaetigt, duerfen Anwenderunternehmen mit dem traditionellen Mix von IBM- und DEC-Maschinen spaetestens zum Jahresende mit einer sowohl unter VMS als auch unter MVS lauffaehigen Implementierung der Corba- Spezifikationen rechnen.

Die Common Object Request Broker Architecture, kurz: Corba, wurde von der Object Management Group (OMG) festgelegt, um Schnittstellen fuer den Austausch von Objekten zwischen unterschiedlichen Sprachen und Betriebssystemen zu spezifizieren. Die Interoperabilitaet zwischen den einzelnen Implementierungen dieses De-facto-Standards ist allerdings erst seit der Corba- Version 2.0 gegeben.

Dass dieser Anspruch eingeloest wurde, wollen einige Software- Anbieter auf der Object World in San Franzisko demonstrieren. In Form allgemein verfuegbarer Produkte werden diese Spezifikationen allerdings erst gegen Ende dieses Jahres zu haben sein. Die meisten Hersteller, darunter auch Digital, haben hierzu bereits ein Commitment abgegeben.

Viele Marktbeobachter und Anwender sind jedoch skeptisch, ob sich die Zugriffsmoeglichkeiten innerhalb heterogener Rechnerwelten tatsaechlich so einfach verwirklichen lassen, wie die Anbieter glauben machen moechten. "Wir interessieren uns fuer Interoperabilitaet, aber wir zweifeln daran, dass wir sie in den kommenden zwoelf bis 18 Monaten sehen werden", aeusserte sich beispielsweise Scott Eckenrode, Chief Information Officer bei der ISV Funds Associates Ltd. in Wayne, Pennsylvania, gegenueber der CW-Schwesterpublikation "Infoworld".

Eckenrode zoege es eigenen Angaben zufolge vor, wenn sein Lieferant mit Portierungen auf moeglichst viele Betriebssysteme aufwarten koennte. Die Digital-Entscheidung, den Object Broker auch auf fremde Systeme zu portieren, kommt dieser Anwenderhaltung sicherlich entgegen.