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10.09.1993

Trotz eines zweistelligen Umsatzwachstums Knowledgeware: Verlust fast doppelt so hoch wie erwartet

MUENCHEN (qua) - Restrukturierungsmassnahmen und die europaeische Rezession nennt die Knowledgeware Inc., Atlanta, Georgia, als Ursachen fuer den Verlust von 25,8 Millionen Dollar im Geschaeftsjahr 1993. Branchen-

auguren hatten dem Software-Anbieter lediglich einen Minusbetrag von 14 Millionen Dollar prognostiziert.

Der schlechten Ertragslage steht ein ansehnliches Umsatz-

wachstum gegenueber: Zwischen dem 1. Juli 1992 und dem 30. Juni 1993 nahm das auf Entwicklungs-Software spezialisierte Unternehmen rund 128,76 Millionen Dollar ein - etwa 10,5 Prozent mehr als in den zwoelf Monaten zuvor. Mit einer Umsatzsteigerung von 17 Prozent (von 34,4 Millionen auf 40,4 Millionen Dollar) verlief das vierte Quartal ueberdurchschnittlich erfolgreich.

Um mehr als ein Drittel wuchs der Service-Bereich. Hatte der Dienstleistungssektor im Geschaeftsjahr 1992 nur etwa 26,2 Millionen Dollar eingebracht und damit 22,5 Prozent zum Umsatz beigetragen, so machten diese Einnahmen 1993 rund 35,3 Millionen Dollar beziehungsweise einen Umsatzanteil von 27,4 Prozent aus.

Auch die internationalen Umsaetze des Software-Anbieters entwickelten sich erfreulich: 34,89 Millionen Dollar oder 27,1 Prozent der Gesamteinnahmen zahlten die ausserhalb der USA ansaessigen Kunden im vergangenen Geschaeftsjahr in die Knowledgeware-Kasse ein. Die Vergleichszahlen vom Vorjahr lauten 29,95 Millionen Dollar beziehungsweise 25,7 Prozent vom Umsatz.

Fuer die im Ausland erzielten Umsaetze zeichnete bis Ende des vergangenen Jahres die Stuttgarter Ernst & Young CASE Services GmbH verantwortlich. Im Maerz uebernahm Knowledge-

ware deren Aktivitaeten.

Wie der neuerdings fuer das Deutschland-Geschaeft zustaendige Vice- President Larry Sundquist erlaeutert, ist ein Teil der Knowledgeware-Verluste auf Umsatzeinbrueche im Gefolge dieser Akquisition zurueckzufuehren: Im dritten Quartal habe

Ernst & Young sich geweigert, noch einmal sein Quotenkontingent abzunehmen, worauf Knowledgeware in Europa nur minimale Einnahmen erzielt habe.

Neben Restrukturierungskosten in Hoehe von 21,97 Millionen Dollar fielen, so Sundquist, in den vergangenen Monaten weitere ausserordentliche Kosten an. Beispielsweise habe das Unternehmen in die Schulung seiner Mitarbeiter investieren muessen, um seine Vertriebsmannschaft auf dem Gebiet Client-Server fit zu machen. Fuer Forschung und Entwicklung gab Knowledgeware eigenen Angaben zufolge im Geschaeftsjahr 1993 etwa 18,1 Millionen Dollar aus, was einem Umsatzanteil von rund 14 Prozent entspricht.