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27.03.1992 - 

IDC: Outsourcing vorwiegend bei 370-Anwendern

Trotz Etatkürzungen: Anwender planen moderne DV-Umgebungen

FRAMINGRAM (CW) - Konservative Investitionspraktiken und die vorsichtige Einführung neuer Implementationsstrategien prägen zur Zeit die DV-Politik amerikanischer Anwender. Diese Erkenntnisse hat das Marktforschungsinstitut IDC aus einer Umfrage bei 1600 IT-Managern gewonnen, die im letzten Quartal 1991 durchgeführt wurde.

Angestrebt wird von den meisten Befragten der sanfte Umstieg in eine modernere Hardware- und Software-Umgebung - sofern es die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zuläßt. Tatsächlich haben US-Konzerne im letzten Jahr weniger Geld für Informationstechnologie ausgegeben, als es erwartet worden war: Statt des prognostizierten Anstiegs um 4,8 Prozent stiegen die DV-Ausgaben nur um drei Prozent. Die Marktforscher begründen dieses sehr moderate Wachstum mit der im Vorjahr noch nicht vermuteten wirtschaftlichen Misere vieler Firmen.

Trotz dieser Hemmnisse spielen mehr als 80 Prozent der Befragten mit dem Gedanken, moderne Informationstechnologie einzuführen, um ihre IS-Effektivität zu erhöhen. Am größten ist die Nachfrage nach Workstations, EDI, CD-ROM, Multiprotokoll-Routern und Tools für die Software-Entwicklung.

Auch mit dem Thema Client-Server beschäftigen sich laut Umfrage immer mehr Unternehmen. Bereits ein knappes Drittel der Befragten hat damit begonnen, eine entsprechende Architektur aufzubauen. Nur noch 15 Prozent halten Client-Server lediglich für eine Schlagwort - im letzten Jahr lag diese Zahl noch bei 28 Prozent. Das Interesse an modernen DV-Architekturen unterscheidet sich je nach Anwendergruppe erheblich. Während sich Benutzer von Unix-Systemen sowie IBM-Mainframe- und DEC-VMS-User für Client-Server-Konfigurationen engagieren, geben sich Anwender der IBM-Midrange-Maschinen AS/400 und /36 eher zurückhaltend.

Downsizing, so ermittelten die Marktauguren, liegt ebenfalls im Trend. Etwa 18 Prozent der befragten Anwender sind demnach bisher entschlossen, Anwendungen vom Zentralrechner auf kleinere Plattformen herunterzuladen. Eine Open-Systems-Strategie werde ungefähr von der Hälfte der befragten Anwender verfolgt diese Angabe ist jedoch insofern problematisch, als die Definition von Systemoffenheit bei den DV-Benutzern sehr unterschiedlich ausfällt. IDC stellt auch hier fest, daß AS/400- und 136-Anwender nur ein vergleichsweise geringes Interesse an diesem Thema haben.

Unix ist für etwa ein Drittel der unternehmen das strategische Betriebssystem der Zukunft. Auch für MS-DOS - vor allem in Kombination mit dows - gibt es laut IDC künftig einen großen Markt. Apples Macintosh-Rechnern wird dagegen nach Ansicht der Marktforscher künftig nicht der große Durchbruch gelingen.

Wenige professionelle Anwender aus dem DEC-Umfeld arbeiteten in Zukunft mit dem Mac, ansonsten deute alles auf ein Anhalten des Windows- Booms hin. Ende 1992, so schließen die Analysten aus ihrer Umfrage, werden 44 Prozent der PCs mit einer Windows-Version ausgerüstet sein. Im Vorjahr waren es nur 25 Prozent.

Großes Interesse bringen die Anwender den Local Area Networks (LAN) entgegen. Etwa 60 Prozent aller PCs, die bei den befragten Anwendern installiert sind, werden zum Jahresende in ein LAN integriert sein - heute ist dies bereits bei 44 Prozent der Fall. In zwei Dritteln aller LANs ist das Netzwerk-Betriebssystem von Novell erste Wahl. Die Umfrage zeigt weiter, daß die Nachfrage nach PC-Hardware in diesem Jahr nicht sonderlich ansteigen wird. Auch zum vieldiskutierten Megatrend Outsourcing haben sich die Marktforscher eine Meinung gebildet.

Gegenwärtig noch wenig frequentiert, werde das Angebot externer DV-Dienstleister schon bald eine deutlich höhere Akzeptanz finden. Gerade Mainframe-Anwender beschäftigten sich intensiv mit diesem Thema, das sowohl die Rechenzentren als auch das Netzwerk-Management betreffe. Erstaunlich groß sei das Outsourcing-Interesse bei Anwendern von IBM-Rechnern der Serie /370.