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30.01.2009

Trotz Krise liegen den CIOs Innovationen am Herzen

Karin Quack arbeitet als freie Autorin und Editorial Consultant vor allem zu IT-strategische und Innovations-Themen. Zuvor war sie viele Jahre lang in leitender redaktioneller Position bei der COMPUTERWOCHE tätig.
Sie müssen sparen, wollen aber das Neuerungsthema auf gar keinen Fall aus den Augen verlieren.

Eine Ad-hoc-Umfrage via TED lieferte ein erstaunliches Ergebnis. Die Frage, wo sie derzeit ihre Prioritäten setzen, beantworteten die Teilnehmer an der diesjährigen "Handelsblatt"-Konferenz "Strategisches IT-Management" größtenteils mit dem Begriff "Innovations-Management".

Auch die vier IT-Chefs, die zum Thema "CIO-Fahrplan 2009" referierten, betonten nahezu einstimmig, dass sie es für falsch halten, IT- und Business-Innovationen dem Rotstift zu opfern.

Lufthansa

Auftanken zum Durchstarten

Die Agenda von Thomas Endres, CIO der Lufthansa AG, umfasst drei Hauptpunkte. Da ist zum einen die Betriebsstabilität, sprich: Qualität der Informationstechnik. Sie sei umso schwieriger zu erhalten, als die Lufthansa sich derzeit in einer Phase "heftiger Bewegung" befinde, so Endres.

Zweitens betreibt Endres ein konsequentes Kosten-Management. Es umfasst das Ausnutzen von Skaleneffekten und die Flexibilisierung der Kosten sowie das Herstellen von Vergleichbarkeit durch Benchmarks innerhalb des Konzerns.

Last, but not least hat der Lufthansa-CIO auch das Innovations-Management auf dem Schirm. "Innovations-Management braucht Vorlauf", erläuterte er. Deshalb sei es "doppelt wichtig", das Thema auch in Krisenzeiten nicht fallen zu lassen. "Sonst merkt man, dass man hinterherhinkt, wo die Konkurrenz schon wieder durchstartet."

MLP

Wer bremst, kommt ins Schlingern

Klaus Strumberger, CIO des Finanzdienstleisters MLP, fragte sich: Werden wir als CIOs künftig nur noch Kostendämpfer sein? Sollten wir nicht auch Innovationen verfolgen? Und haben wir eine Strategie gewählt, die es uns erlaubt, beides zu tun?

Der IT-Manager verfolgt sieben strategische Ziele:

  • Die Entwicklung der Mitarbeiter,

  • das IT-Risiko-Management,

  • die IT-Sicherheit (Mitarbeiterschulungen und kontrolliertes Hacking),

  • das Schaffen von Transparenz für die Vorstandsebene,

  • ein intelligentes Sourcing,

  • die Standardisierung von Systemen und Prozessen (mit Itil, Cobit etc.) sowie

  • ein proaktives Business-IT-Alignment.

"Das Schlimmste, was wir jetzt tun könnten, wäre, voll die Bremse reinzuhauen", konstatierte Strumberger. "Denn dann kommen wir ins Schlingern und brauchen lange, um wieder anzufahren."

Daimler

Ein Kompass hilft bei jedem Wetter

Michael Gorriz, CIO der Daimler AG, verblüffte die Zuhörer mit der Feststellung, dass sich seine Agenda 2009 kaum von der Agenda 2008 unterscheide. Eine IT-Strategie sei wie ein Kompass. Auch wenn sie bei Sonnenschein erstellt worden sei, bleibe sie doch im Sturm gültig.

Die "Grundpfeiler nachhaltiger Wertschöpfung durch die IT", die der Daimler-CIO formulierte, umfassen:

  • Geschäftsprozessoptimierung und -integration,

  • einheitliches IT-Projekt-Portfolio-Management,

  • Konsolidierung der Applikationslandschaft,

  • Innovationsprozesse,

  • IT-Budget- und Ressourcentransparenz,

  • Prozessorientierung in der IT sowie

  • Mitarbeitergewinnung- und Qualifikation.

Evonik

Von der Pflicht zur Kür

Jochen Gintzel, CIO der Evonik Industries, stellte seine "Werthebel der IT" unter die Überschrift "Von der Pflicht zur Kür". Die Pflicht der IT seien Effizienz und interne Produktivität, führte er aus. Hierzu gehörten unter anderem die kontinuierliche Verbesserung und das Benchmarking mit dem "Markt".

Als "Türöffner" bezeichnete Gintzel zuverlässige Business-Plattformen, also Anwendungen, die den Fachbereichen und der Unternehmensleitung einen spürbaren Mehrwert geben.

Die Kür schließlich bestehe in der Optimierung und Harmonisierung der Prozesse, konstatierte der Evonik-CIO.