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09.09.1994

Trotz Preissenkungen verlaeuft die Nachfrage schleppend Bei Subnotebooks verkehren sich die Vorzuege ins Gegenteil

MUENCHEN (kk) - Subnotebooks - kleiner und leichter als Notebooks und darum besser. Mit diesem Slogan versuchten die Hersteller der PC-Zwerge Kundschaft zu gewinnen und rechneten sich bereits fette Gewinne aus. Zu unrecht, wie die juengsten Dataquest-Schaetzungen zeigen.

Angekuendigt als das, was sich PC-Benutzer von ihren Portablen schon immer wuenschten, naemlich kleiner, leichter und handlicher zu sein, traten die Liliputaner an, den Markt aufzurollen. Prophezeit wurde ihnen eine grosse Zukunft. Beispielsweise prognostizierte das Marktforschungsunternehmen Dataquest fuer 1994 den Verkauf von 1,3 Millionen Geraeten mit einem Verkaufswert von 2,18 Milliarden Dollar.

Das Wall Street Journal berichtet nun, dass der Marktforscher seine Zahlen nach unten korrigiert hat. Danach werden dieses Jahr elf Prozent weniger Subnotebooks als erwartet abgesetzt werden; der Umsatz wurde gar um 37 Prozent nach unten getrimmt.

Die Umsatzkorrektur war noetig geworden, da die Hersteller ihre Preise drastisch nach unten bewegten: IBM verbilligte das Thinkpad 500s in den USA um 60 Prozent auf 800 Dollar. Zur Vorstellung des Geraets im Juni 1993 verlangte man noch 2000 Dollar. Toshiba halbierte innerhalb von zehn Monaten die Preise fuer das Einstiegsgeraet der Subnotebook-Reihe und auch Compaq Computer nahm einen knapp 30prozentigen Abschlag auf die Contura-Aero-Modelle vor. Das Wall Street Journal berichtet, gestuetzt auf Compaq- Angaben, dass sich ein grosser Lagerbestand an Aeros angehaeuft hat. Die Verkaufsmanager aus Housten hoffen, ihn bis Jahresende abtragen zu koennen.

Der Grund fuer die Flaute - die allerdings nicht zu vergleichen ist mit dem schleppenden Absatz der Personal Digital Assistants (PDAs) a la Apples Newton - ist in der geringen Nachfrage zu suchen. Die Anwender kaempfen mit zu kleinen Displays und Tastaturen, die Batterielebensdauer ist meist nicht ausreichend, es fehlen, wie etwa bei Apples Powerbook Duo, die Diskettenlaufwerke oder die Leistungskraft reicht nicht aus, da schwaechere Prozessoren eingebaut sind.

Der Trend geht hin zu duenneren Subnotebooks mit den Ausmassen der groesseren Bruedern. Eine Gewichtsreduzierung waere vor allem ueber leichtere Bildschirme zu erreichen, die rund ein Drittel des Gesamtgewichts von Subnotebooks ausmachen.