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03.05.1991 - 

Drastische Preissenkung in den USA

Trotz Quartalsgewinn stoßen Compaq-Aktionäre Anteile ab

MÜNCHEN (CW) - Allen Grund zur Freude hätte die Compaq Computer Corp. nach den Ergebnissen des ersten Quartals 1991. Dennoch sinken die Aktienkurse. Grund: Der PC-Hersteller aus Houston, Texas, warnt vor Rückschlägen im zweiten Quartal.

Mit einem Umsatz von 970,8 Millionen Dollar, was gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahrs (872,2 Millionen Dollar) einer Steigerung von elf Prozent entspricht, agierte das Unternehmen gegenüber den meisten Mitbewerbern noch überaus erfolgreich. Selbst PC-Marktführer IBM hat heuer Federn lassen müssen.

Auch der Gewinn von 114 Millionen Dollar übersteigt den des ersten Quartals 1990, in dem 92 Millionen Dollar erwirtschaftet wurden. Gleichwohl müssen Analysten ihre Vorhersagen revidieren.

"Steigt der Dollar weiter, wird das Netto-Ergebnis des zweiten Quartals unter dem des vergleichbaren Vorjahreszeitraums (104 Millionen Dollar) liegen", kündigte der Compaq-President und CEO Rod Canion an eine Warnung, die letzte Woche für Bewegung am Aktienmarkt sorgte. Am vergangenen Mittwoch schloß die Compaq-Aktie mit einem Wert von 52,5 Dollar rund 15 Prozent niedriger als am Tag zuvor. Dafür sei jedoch Branchen-Insidern zufolge nicht nur die Ankündigung für das zweite Quartal der Grund. Institutionlle Anleger hätten vielmehr ihre Compaq-Pakete verkauft, nachdem schon die zu hochgesteckten Erwartungen der Analysten für das erste Quartal nicht erfüllt wurden.

Compaq-Boß Canion trennte sich bereits im Laufe des ersten Quartals von seinen Aktien. Nach Roland Härtner, Marketing-Leiter der Münchner Compaq Computer GmbH, wußte das Unternehmen bereits im August davon. Daraufhin ein Börsenkenner: "Auch Canion konnte Mitte 1990 nicht wissen, wohin der Hase läuft."

Gegen rückläufige Marktanteile in den USA kämpft der PC-Hersteller mit drastischen Preissenkungen an. Eine Korrektur um 34 Prozent soll am US-Markt die Position gegen Mitstreiter wie Dell und Advanced Logic Research verbessern.