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11.06.1993

Trotz Unix-Kurs kein Ende fuer Native Vines auf Intel-Basis Banyan verspricht europaeischen Anwendern einen besseren Support

AMSTERDAM (pg) - Premiere fuer die Association of Banyan Users International (ABUI) in Europa. Erstmals veranstaltete die weltweite Anwenderorganisation der Vines-Anwender jetzt in Amsterdam einen Kongress, der den Usern nicht nur ein Forum zur Diskussion von Problemem untereinander, sondern auch zum direkten Dialog mit dem Top-Management von Banyan Systems sowie Dritt- Herstellern gab.

Wie ernst die Verantwortlichen bei Banyan Systems dieses erste Anwendertreffen in der Alten Welt nahmen, beweist die Tatsache, dass sich die gesamte Fuehrungsriege inklusive Banyan-Gruender und Chairman David Mahoney in der niederlaendischen Metropole den Fragen der User stellte. Ein Grund dafuer duerfte die Kritik der europaeischen User Groups am Support der Netzwerk-Company sein. So bemaengelte Alois Morhart, neuer Vorsitzender der

Banyan User Group Deutschland, dass die Haendler in der Vergangenheit nicht nur wenig qualifziert, sondern auch nicht in der Lage waren, in kurzer Zeit den gewuenschten Support zu liefern.

Vermutlich unter dem Druck der von Banyan Systems unabhaengigen Anwenderorganisation ABUI hat der Hersteller jetzt seine bisherige Strategie des Subscribing aufgegeben, die bislang keinen Abschluss eines Wartungsvertrages zuliess. Das soll sich aendern: Ab jetzt ist der

Abschluss von Support-Vertraegen moeglich, wenn auch nur zeitlich auf ein Jahr befristet. Dabei kann der Endanwender zwischen telefonischer Unterstuetzung, der Teilnahme an einem Bulletin Board mit Patch-Abfrage sowie dem direkten Support durch Banyan- Techniker waehlen. Ausserdem will der Vines-Hersteller die technische Ausbildung der Reseller verbessern.

Nach Ansicht von Morhart tun solche Massnahmen bittere Not. Banyan habe, so der Anwender, in der Vergangenheit die Bedeutung des europaeischen Marktes und dessen Wachstumschancen nicht erkannt und sei erst jetzt aufgewacht, weil staendig Klagen aus Europa kamen.

"Banyan hat den Anschein erweckt, als waere es ein akademischer Club und keineswegs ein Unternehmen, das von seinem Produkt leben moechte", kritisiert Morhart die Politik der Company. Obwohl der Vines-Kenner der Meinung ist, dass es sowohl fuer das Banyan-Produkt als auch Netware 4.0 unterschiedliche Anwendungsfelder gibt, glaubt er doch, dass die Zukunft Banyans davon abhaengt, wie sich das Unternehmen kuenftig im Vergleich zu Novell selbst verkauft sowie seine Distributoren und Reseller motiviert.

Die deutsche User Group beschwor nach einer Durststrecke im Jahr 1992 auf der Konferenz ihren Vines-Geist jedenfalls neu und will kuenftig nicht nur verstaerkt Mitglieder gewinnen, sondern auch im Schulterschluss mit den Resellern Wuensche und Forderungen verstaerkt an Banyan herantragen.

Als Beispiele aus eigener Erfahrung heraus nannte Morhart eine forcierte Entwicklung des SMTP-Gateways, verbesserte Print Services, das Wegfallen der Neukonfiguration von Routing-Daten im Server, die trotz Back-up nicht abgespeichert werden.

"Wir sind ausserdem stark daran interessiert, Unix-Clients in das Netzwerk einbeziehen zu koennen", formuliert der Vorsitzende ein weiteres Problem, das den Anwendern auf den Naegeln brennt. In diesem Punkt hat

Banyan in Amsterdam noch fuer dieses Jahr die Integration zunaechst von HP-Workstations und spaeter von AIX-Rechnern der IBM sowie Solaris-Maschinen von Sun fuer 1994 versprochen, aber auch das Festhalten an Native Vines auf Intel-Basis betont.

Neben dem Support von Windows NT kuendigte das US-Unternehmen in Holland drei verbesserte Enterprise Network Management Services an. Mit dem "Banyan SNMP Agent 2.0" koennen Netzadministratoren kuenftig laut Hersteller Multi-vendor-Umgebungen von einer SNMP- Plattform aus verwalten. "Vines Assistant 3.0" bietet zusaetzliche Alarmfunktionen, und "Netview Service Point" erlaubt von einer IBM-Mainframe-Umgebung aus die Kontrolle von Banyan-Netzen.

Netzwerk- und System-Management von Banyan Vines