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28.11.1997 - 

Technikkonzern plant Ausbau des IT-Geschäfts

TRW übernimmt BDE: IABG könnte profitieren

Auch ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von fast zehn Milliarden Dollar und weltweit 70 000 Mitarbeitern braucht gute Gründe, um sich einen derart dicken Brocken zu genehmigen. Dazu TRW-Chef Joseph Gorman: "Der Erwerb von BDM ist ein wichtiger Schachzug, mit dem wir uns eine Ausgangsplattform für den schnell wachsenden IT-Markt verschaffen wollen." Im Klartext: TRW will sein existierendes IT-Geschäft mit BDM-Hilfe weiter ausbauen, vor allem in Richtung auf die Kundschaft im öffentlichen Bereich - nicht nur in den USA, sondern auch in Europa.

Wie Gorman weiter ausführt, sollen sich die Synergieeffekte aus der Firmenfusion vor allem im Bereich Raumfahrt und Rüstung auswirken. Hiervon könnte auch die IABG profitieren, die immer noch einen großen Teil ihres Umsatzes im heiß umkämpften Markt für Verteidigungsaufträge erzielt und keineswegs zufällig in unmittelbarer Nähe zum ehemaligen Luftfahrtkonzern MBB (heute Dasa) beheimatet ist. Obwohl nur knapp die Hälfte der 1994 privatisierten IABG zum BDM-Konzern gehört, führt dieser die Geschäfte und besitzt die Mehrheit der Stimmanteile. Ein Mitarbeiter bescheinigt dem Unternehmen, selbst "sehr aktiv bei Übernahmen" gewesen zu sein.

TRW ist als Hersteller von Airbags und Sicherheitsgurten auch auf dem Automobilsektor tätig. Hier unterhält BDM mit dem Automotive Center of Excellence in Michigan eine Dienstleistungsabteilung, die sich auf kostensparende Lösungen für diese Branche spezialisiert hat. Was BDM in den Augen des designierten Käufers besonders attraktiv erscheinen lassen dürfte, ist das dort vorgehaltene Know-how zum Trendthema Supply Chain Management.

Der Preis, den TRW für BDM zu zahlen bereit ist, entspricht in etwa dem BDM-Umsatz des vergangenen Jahres, als das rund 9000 Mitarbeiter beschäftigende Unternehmen erstmals die Milliarden-Dollar-Hürde übersprang. TRW beziehungsweise seine hundertprozentige Tocher Systems Acquisition Inc. bietet 29,50 Dollar in bar für jeden BDM-Anteil. Am 24. November lag die Aktie nur knapp unter diesem Wert.