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26.05.1989 - 

25 Megaflops und zwölf MIPS für Sun- und DEC-Rechner:

Tuningsatz für Q-Bus-Workstations

PUCHHEIM (CW) - Die Mercury Computer Systems, Lowell/USA, hat für Micro VaxII- und 3000-Rechner von DEC sowie für Sun-3- und Sun-4- Workstations Supercomputing-Boards entwickelt.

Das Q-Bus-Board für die DEC-Systeme arbeitet mit einem Weitek-XL3164-FPU-Chip, der bei einer Taktzeit von 80 Nanosekunden um 25 Prozent schneller sein soll als seine Vorgängermodelle der 3200-Serie. Für Sun-3- und Sun-4-Workstations dient die Karte MC6400VS. Das Board leistet 25 Megaflops und verarbeitet bei einfacher und doppelter Rechengenauigkeit über zwölf Millionen Instruktionen pro Sekunde.

Das MC3200-25QB-Board für den Einsatz in Micro VaxII-Systeme und Rechner der 3000-Serie von DEC ist für eine maximale Geschwindigkeit von 25 Millionen Fließkommaoperationen pro Sekunde (MFLOPs) ausgelegt.. Bei einfacher Rechengenauigkeit ist ein Datendurchsatz von zwölf Millionen Instruktionen pro Sekunde möglich. Bedingt durch den einzelnen I/O-Port auf dem Floating-Point-Prozessor XL 3164 von Weitek ist die 64-Bit-Mathematik nur halb so schnell wie die des MC-6400-Boards mit dem XL-3364-Prozessor.

Q-Bus-Board benötigt

Vax/VMS ab Version 5.0

Das Q-Bus-Board MC3200-25QB benötigt nur einen Steckplatz im Rechner und ist mit drei Speicherkonfigurationen erhältlich: zwei, vier oder acht Megabyte. Als Voraussetzung für den Einsatz der Karte nennt Mercury das Betriebssystem Vax/VMS, ab Version 5.0. Durch die hohe Rechengeschwindigkeit eignet sich das Board für Finite-Elemente-Berechnungen, Simulationsaufgaben, Seismologie, Berechnungen von Molekularmodellen und für Applikationen in der Bild- und Meßdatenverarbeitung.

Die Software-Ausstattung umfaßt einen Compiler für die Sprachen C und Fortran sowie einen Profiler, der die rechenintensivsten Teile eines MC-Programmes ermittelt. Mitgeliefert werden außerdem eine Standard-Algorithmen-Bibliothek mit über 130 mikrocodierten Routinen und Software-Utilities zur Programmentwicklung und Optimierung.

Das zweite Board MC6400VS dient für speicherintensive Anwendungen auf Sun-3- und Sun-4-Workstations, die eine 64-Bit-Rechengenauigkeit erfordern. Die Karte ist unter dem Sun-Betriebssystem V4.0 (oder höher) lauffähig und kann mit einer Hauptspeicherkapazität von 16, 32, 48 oder 64 Megabyte bezogen werden. Erreicht wird die maximale Speicherkapazität durch einen neun Mikrometer Formfaktor des Boards und die Benutzung von Serial-Inline-Memory-Modul-Karten (SIMM) für die Speichermodule .

Durch den Weitek-Prozessor XL 3364 wird eine Taktrate von 80 Nanosekunden erzielt. Gegenüber den anderen Mercury-Boards bedeutet dies einen Leistungsgewinn von etwa 25 Prozent. Das Board wird in zwei Versionen angeboten: mit 20 oder 25 Megaflops. Die Rechengenauigkeit beträgt bei beiden Leistungsstufen über zwölf Millionen Instruktionen pro Sekunde.

Das Software-Angebot entspricht dem anderer MC6400-Produkte von Mercury. Zum Lieferumfang gehören neben C- und Fortran-Compilern ein Profiler und eine Standard-Algorithmen-Bibliothek. Optional sind sechs Softwarepakete erhältlich. Eines davon ist der vektorisierende Preprozessor Vast-2 für Fortran-Programme.

Ohne Software kostet das Supercomputing-Board MC3200-25QB mit zwei Megabyte Hauptspeicher etwa 32 000 Mark, die 4-MB-Version rund 38 000 Mark und die 8-MB-Karte knapp über 48000 Mark.

Die Preise für die Sun-Boards mit einer Rechengeschwindigkeit von 25 Megaflop sind gestaffelt. Mit einer Hauptspeicherkapazität von 16 Megabyte kostet die Karte knapp 64 000 Mark, mit 32 Megabyte 82 000 Mark, mit 48 Megabyte knapp über 100 000 Mark und in der höchsten Speicherkonfiguration mit 64 Megabyte etwa 119 000 Mark.

Mit 20 Megaflop Leistung und vier Megabyte Hauptspeicher kommt die Karte MC64V4 auf zirka 41 000 Mark und das 8-MB-Board auf etwa 52 000 Mark.