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28.01.2000 - 

Streit zwischen den Gesellschaftern

Turbulenzen um die ATM-Schmiede Hilan

MÜNCHEN (jha) - Der Mitbegründer und Gesellschafter des Karlsruher ATM-Spezialisten Hilan, Hans Lackner, wurde seines Postens als Geschäftsführer enthoben. Zwistigkeiten über die Zukunft des Unternehmens mit dem Gesellschafter Datus elektronische Informationssysteme GmbH, Aachen, haben zum Zerwürfnis geführt.

Ende Dezember wurde Lackner, der Hilan 1993 zusammen mit dem Finanzier Klaus Lipinksi gegründet hatte, für ihn überraschend sein Posten als Geschäftsführer entzogen. Seine Nachfolge soll Datus-Entwicklungsleiter Markus Pestinger antreten. Überstimmt wurden die beiden Hilan-Väter von den Gesellschaftern Datus sowie dem Technologie-Beteiligungs-Fond, die zusammen 51 Prozent der Hilan-Anteile halten.

Vor zwei Jahren hatten Lackner und Lipinski die Aachener Datus ins Hilan-Boot geholt, um die Entwicklung von ATM-Switches zu finanzieren. Die Partner ergänzten sich gut, da Datus im ISDN- und Frame-Relay-Bereich gut vertreten war und Hilan die Produktpalette um ATM-Lösungen auffrischen konnte. "Damals erschien es als vernünftige Symbiose. Heute würde ich den Schritt nicht wiederholen", meinte dazu Lackner.

Er und Mitbegründer Lipinski, die gemeinsam 49 Prozent der Hilan-Anteile besitzen, werfen den Datus-Verantwortlichen vor, ihr Unternehmen in einem schleichenden Prozess in Datus eingliedern zu wollen. Klaus Böcker, in Personalunion Datus- und Hilan-Geschäftsführer, hält dagegen: Lackner habe die Konsequenzen eines Finanzierungskonzepts nicht mittragen wollen. Weil das Land Nordrhein-Westfalen Fördermittel in Aussicht stellte, wurde der offizielle Firmensitz der Hilan Produkte und Dienstleistungen GmbH Mitte letzten Jahres nach Bergheim verlegt. Die Entwickler verblieben in Karlsruhe. Lackner und Lipinski missbilligen diesen Umzug eigenen Aussagen zufolge nicht grundsätzlich, echauffieren sich jedoch über die Art und Weise, in der Datus unternehmerische Kontrolle übernimmt. Sie kündigten an, ihre Minderheitsrechte als Gesellschafter ausschöpfen zu wollen. Böcker ahnt: "Herr Lackner als Gesellschafter stellt für uns eine gewisse Problematik dar."