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20.03.1992

Tuxedo von AT&T und den Unix System Laboratories

"Tuxedo System/T" ist ein OLTP-Monitor auf der Grundlage einer Anfrage-Antwort-Architektur. Der Requester sendet die Serviceanfrage an den gewünschten Server. Er kann auf die Antwort warten oder an anderen Transaktionen weiterarbeiten. Die Server verarbeiten die Transaktionen, wie sie gesendet werden, oder der Programmierer kann eine höhere Priorität je nach Art der Services wählen. Bei Anwendung eines Prioritätsschemas wird die Transaktion höherer Priorität zuerst verarbeitet. Ein Client-Prozeß kann die Priorität des angefragten Servers ändern, um sich selbst vor anderen in der Prozeßwarteschlange des Servers einzureihen.

Das Produkt ermöglicht die Kommunikation zwischen Client und Server durch einen Namen-Server. Dieser, auch bekannt als "Schwarzes Brett", gewährleistet die Anwendungstransparenz des Servers. Auf Anforderung bestimmt der Namen-Server die Lokation des angeforderten Services. Anschließend wird die Anforderung zur Ausführung an den Server geschickt.

Der Transaktions-Manager verwaltet sowohl lokale als auch globale Transaktionen. Dabei protokolliert er aktive lokale sowie globale Transaktionen und stellt den ursprünglichen Zustand nicht abgeschlossener Transaktionen wieder her. Die Wiederherstellung kann nach einer Reihe verschiedener Fehlerarten wie Platten-, CPU-, Anwendungs- und Netzwerkfehler erfolgen.

Bei einem geringfügigen Fehler in der CPU erzeugt das System eine Nachricht an das zentrale Log, und der Server wird automatisch neu gestartet. Hartnäckige Fehler ziehen komplexere Wiederherstellungsverfahren nach sich. Ein Knotenfehler läßt sich durch Selbst-Resynchronisation oder durch das Suchen anderer Pfade beheben. Ein permanenter Knotenfehler wird an die übrigen Knoten übermittelt. Server auf diesem Knoten können durch den Administrator, nicht automatisch, auf die übrigen Tuxedo-Knoten verlagert werden. In jedem Fall leitet der Monitor die Requester zu verfügbaren Servern um. Tuxedo selbst kann nicht den Zustand vor dem Rechnerabsturz wiederherstellen. Dies muß von Hardwaresystem und Datenbank übernommen werden.

Die Architektur des Produkts basiert auf offenen Standards für Kommunikation, Protokolle und Programm-Schnittstellen unter Verwendung des Distributed-Transaction-Processing-Modells (DTP) von X/Open.

Die XA-Schnittstelle erlaubt es Tuxedo, Transaktionsinteraktionen mit heterogenen, XA-gemäßen Datenbanken zu steuern. Zu dem Transaktionsmonitor gehört auch die Host-Komponente, ein proprietäres Gateway-Produkt mit offenen Schnittstellen und Source-Verfügbarkeit, das gleichzeitig auf einem Unix- und auf einem proprietären System läuft. Über "Host Gateway" kann Tuxedo via Server auf den proprietären Host-Rechner zugreifen.