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09.08.2005

TV-Kabel mausert sich zur Festnetz-Alternative

09.08.2005
Apollo kauft Telecolumbus.

Die deutsche TV-Kabel-Branche könnte sich nach Jahren des Stillstandes zu einem Konkurrenten der etablierten Festnetzanbieter mausern. So bewerten Branchenbeobachter den Kauf der Kabelfirma Telecolumbus mit ihren 2,6 Millionen Kunden durch den Finanzinvestor Apollo. Apollo selbst besitzt bereits die Netzbetreiber Iesy (Hessen) und Ish (Nordrhein-Westfalen). Dadurch verfügt Apollo nun über einen Netzverbund auf den Netzebenen drei und vier, wie es ihn bislang nicht gegeben hatte.

Das deutsche TV-Kabelnetz ist nämlich in vier Netzebenen untergliedert. Die Netzebene drei besteht aus regionalen Verteilnetzen, wie sie Iesy oder Ish betreiben. Den eigentlichen Zugang zum Kunden (Netzebene vier) - analog zur TK-Welt auch als letzte Meile bezeichnet - besitzen dagegen häufig Unternehmen wie Telecolumbus. Diese Trennung zwischen Ebene drei und vier sorgte in der Vergangenheit häufig für Probleme. So nutzten den regionalen Netzbetreibern der Ebene drei ihre Investitionen in den Ausbau einer Infrastruktur wenig, wenn nicht die Besitzer der Netzebene vier mitzogen. Diese sind Unternehmen wie Telecolumbus, aber auch Hunderte von mittelständischen Firmen sowie Wohnungsbaugesellschaften.

Der Markt konsolidiert sich

Mit all diesen Unternehmen mussten die Netzbetreiber in der Vergangenheit langwierige Verhandlungen führen. Verzögerungen, die für Ish und Iesy nun durch den Kauf des Ebene-vier-Unternehmens Telecolumbus entfallen. Damit, so Branchenkenner, könnten die beiden Netzbetreiber künftig deutlich schneller als bisher neue Dienste wie schnelle Internet-Zugänge oder Voice over IP (VoIP) einführen. Analysten sind zudem überzeugt, dass das Beispiel Telecolumbus Schule macht und eine Konsolidierung des TV-Marktes bevorsteht. (hi)