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Deutsche Hersteller und Anbieter unter der Lupe


06.05.1983 - 

TV-Systeme: IBM-Kompatibilität nicht die Norm

HEIDELBERG (cmd) - Auf dem deutschen Textverarbeitungsmarkt haben sich mittlerweile bestimmte Minimalstandards in Sachen Leistungsfähigkeit und Benutzerfreundlichkeit durchgesetzt. Zu diesem Ergebnis kommt das Heidelberger Büro Hildebrandt in einer dreibändigen Studie zum Thema Textverarbeitung in der Bundesrepublik.

So verfügten inzwischen rund 96 Prozent der untersuchten 95 Anlagen über eine Bedienerführung in Deutsch. Bei 62 Prozent der Geräte erfolgten die Hinweise in Klarschrift und nur vierzehn Prozent benutzten

noch ausschließlich mnemotechnische Kürzel. 79 Prozent der Textautomaten bieten laut Hildebrandt den Komfort der Menütechnik,

Bei der Wortbreite der Prozessoren dominierten derzeit noch die 8-Bit-Chips, der Trend zum 16-Bit-Rechner sei aber auch in der Textverarbeitung unverkennbar. Als externe Speicher werden der Untersuchung zufolge vor allem 8-Zoll-Normaldisketten eingesetzt. Die 5?-Zoll Minifloppies seien dagegen eher bei den Arbeitsplatzcomputern zu finden, die neben anderen auch über TV-Funktionen verfügen.

Die Softsektorierung hat - so das Büro Hildebrandt - mit 54,7 Prozent heute der Hardsektorierung (42 Prozent) den Rang als Organisationsschema abgelaufen. Durch doppelseitige Aufzeichnung, mit der 66,3 Prozent der Anlagen arbeiten und durch doppelte Schreibdichte (bei 74,7 Prozent der Geräte) ließen sich Kapazitätsgewinne erzielen.

Im Unterschied zu anderen Bereichen ist die IBM-Kompatiblität in der Textverarbeitung nicht die Norm: Sie bestehe lediglich bei 26 Prozent der untersuchten Anlagen. Hierbei handele es sich außerdem nur um die hardwaretechnischen Voraussetzungen für eine IBM/3740-kompatible Aufzeichnung.

Besondere Benutzerfreundlichkeit konstatierten die Heidelberger in puncto Dateiformate bei Textverarbeitungs-Betriebssystemen. Rund 93 Prozent der Texteditoren könnten sowohl feste als auch variable Satzlängen verarbeiten. 78 Prozent erlaubten eine Untergliederung der Sätze in Felder, wobei wiederum 61 Prozent auch variable Feldformate zuließen.

Das wohl wichtigste Instrument der programmierten Textverarbeitung - die Bausteinverarbeitung wird nach der Erhebung von fast allen Editoren unterstützt. Weniger als die Hälfte der untersuchten Geräte leiste dagegen eine automatische Indizierung der Einzelbausteine; ebenso sei nur bei 45 Prozent ein programmgesteuertes Selektieren möglich. Hier ergäben sich bei den verschiedenen Produkten erhebliche Differenzen in der Leistungsfähigkeit und in der Benutzerfreundlichkeit.

Rund 80 Prozent der TV-Geräte erlauben der Studie zufolge auch spaltenweises Arbeiten wie Eingeben, Löschen oder Verschieben. Automatische Silbentrennung (19 Prozent) und beim Schutz vor unlogischem Trennen (16 Prozent) sei dieser Komfort aber noch als Luxus zu betrachten.

Neben diesen tabellarischen Angaben enthält die Untersuchung im ersten Teil eine Übersicht über die wichtigsten Grundbegriffe der Textverarbeitung.